Almonty Industries legt ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm auf. Der an der Nasdaq notierte Wolframproduzent kann künftig bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen, das entspricht rund fünf Prozent der ausstehenden Anteile. Das Volumen ist mit bis zu 300 Millionen US-Dollar veranschlagt, das Programm läuft 36 Monate ab dem 24. August 2026.
Rückkauf soll Unterbewertung begegnen
Almonty kann die Käufe über die Nasdaq und andere Börsen abwickeln, unter Umständen auch über sogenannte Rule-10b5-1-Pläne, die automatisierte Käufe nach festen Regeln erlauben. CEO Lewis Black begründete den Schritt damit, dass die Aktie aus seiner Sicht unterbewertet sei.
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen operativ an Fahrt gewinnt: Die Sangdong-Mine in Südkorea hat im Juli die Erzverarbeitung aufgenommen, ein Schritt, den Analysten als zentralen Meilenstein für die künftige Wolframproduktion werten.
Der Rückkauf signalisiert Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung zu einem Zeitpunkt, an dem Almonty seinen Status als einer der wenigen nicht-chinesischen Wolfram-Lieferanten ausbauen will. Käufe eigener Aktien reduzieren die Zahl der im Umlauf befindlichen Anteile und können damit rechnerisch den Gewinn je Aktie stützen, sofern das Unternehmen sein operatives Wachstum wie geplant fortsetzt.
Sangdong-Hochlauf als operativer Hintergrund
Der Zeitpunkt des Rückkaufprogramms ist kein Zufall: Es kommt, während Almonty parallel seinen Konzernsitz an der Börsenstruktur anpasst. Vor rund zwei Wochen hatte das Unternehmen bereits den freiwilligen Rückzug von der australischen Börse ASX angekündigt, nachdem zuvor auch der Wechsel von der Toronto Stock Exchange vollzogen worden war. Die Nasdaq-Notierung bleibt davon unberührt und rückt damit stärker in den Fokus der Anleger.
Die australisch notierten Aktien von Almonty legten am Montag um 10,02 Prozent zu, ein Kurssprung, den Beobachter mit dem Produktionsstart in Sangdong und der Aussicht auf das bevorstehende Delisting in Verbindung bringen. Für Anleger verdichten sich damit zwei Entwicklungsstränge: der operative Fortschritt der Mine und die kapitalmarktseitige Straffung der Unternehmensstruktur auf die Nasdaq als zentralen Handelsplatz.
Was der Rückkauf für Anleger bedeutet
Ein auf drei Jahre angelegtes Programm dieser Größenordnung bindet Almonty finanziell, eröffnet dem Unternehmen aber auch Flexibilität: Die Käufe müssen nicht sofort oder vollständig ausgeschöpft werden. Analysten sehen die Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 33 US-Dollar versehen.
Ob das Unternehmen das Rückkaufvolumen tatsächlich ausschöpft, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell sich der Produktionshochlauf in Sangdong in Umsatz und Cashflow niederschlägt. Für die kommenden Quartale bleibt der Fortschritt der Mine damit der entscheidende Maßstab, an dem sich die Bewertung der Aktie messen lassen muss.
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