Almonty Industries vollzieht am Freitag den Rückzug von der Toronto Stock Exchange. Zeitgleich läuft in Südkorea die Wolfram-Mine Sangdong erstmals mit echter Produktion an. Zwei gegensätzliche Signale an einem Tag — und der Aktienkurs reagiert mit einem deutlichen Rutsch.
Zum Wochenschluss fiel die Aktie um 4,96 Prozent auf 15,51 kanadische Dollar. Auf Monatssicht steht ein Minus von 30,29 Prozent zu Buche. Der Titel notiert damit 53,49 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD, erreicht Mitte April.
Rückzug von zwei Börsen
Der Abschied von der TSX ist kein spontaner Schritt. Almonty begründet ihn mit einer Bündelung der Handelsaktivität: Der Großteil des täglichen Volumens läuft inzwischen über die Nasdaq. Das Unternehmen erhofft sich dadurch geringere Kosten für Berichtspflichten und Verwaltung.
Der Fall ist damit nicht abgeschlossen. Auch von der Australian Securities Exchange zieht sich Almonty zurück — die Freigabe dafür liegt bereits vor, der Vollzug soll bis zum 1. September 2026 erfolgen. Nach beiden Delistings bleibt die Aktie primär über Nasdaq und Frankfurter Börse handelbar.
Solche Konsolidierungen sollen Kosten senken. Sie bedeuten aber auch: weniger Handelsplätze, potenziell dünnere Liquidität an einzelnen Börsen. Genau das dürfte einen Teil des jüngsten Kursdrucks erklären.
Sangdong nimmt den Betrieb auf
Der eigentliche operative Meilenstein liegt woanders. Seit dem 1. Juli 2026 verarbeitet die Anlage in Sangdong erstmals Rohmaterial im laufenden Betrieb. Damit wechselt Almonty vom Entwicklungsprojekt zum aktiven Produzenten von Wolframkonzentrat.
Aktuell läuft Phase 1 der Inbetriebnahme. Die Anlage verarbeitet dabei zunächst gelagertes Erz. Ziel ist eine stabile Lieferkette außerhalb Chinas — ein Ziel, das ein kürzlich erweiterter Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders unterstreicht.
Der Kontrakt läuft über 21 Jahre. Das Volumen wurde um 40 Prozent aufgestockt. Sobald Sangdong die volle Kapazität von Phase 1 erreicht, soll dieser Vertrag einen wesentlichen Teil der künftigen Erlöse liefern.
Charttechnik zeigt überverkaufte Zone
Der jüngste Ausverkauf hat Spuren in der Charttechnik hinterlassen. Der 14-Tage-RSI liegt bei 32,7 — nahe der Schwelle, ab der Titel als überverkauft gelten. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei 89,47 Prozent, ein Wert, der sowohl die Produktionsrisiken beim Hochlauf als auch die technischen Verkäufe rund um die Listing-Wechsel widerspiegelt.
Der langfristige Blick relativiert die kurzfristige Schwäche etwas. Über zwölf Monate steht trotz allem ein Plus von 205,92 Prozent. Kurzfristiger Druck und langfristiger Aufwärtstrend laufen damit deutlich auseinander.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie sich Phase 1 in Sangdong entwickelt. Bis zum 1. September steht zudem das ASX-Delisting final an. Ob die Produktionsdaten aus Südkorea den charttechnischen Druck auflösen können, bleibt eine Frage der nächsten Berichte aus dem Werk.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 1. August liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
