Almonty Industries geht in eine Woche, in der operative Fortschritte und Kursdruck direkt aufeinandertreffen. Der Wolfram-Spezialist profitiert von hohen Preisen und geopolitischem Rückenwind. Die Aktie kühlt nach einer extremen Rally aber spürbar ab. Genau in diese Phase fällt der nächste Auftritt des Managements.
Sangdong wird zum Prüfstein
Am 20. Mai präsentiert CEO Lewis Black auf dem virtuellen International Investment Forum. Nach den Zahlen zum ersten Quartal 2026 dürfte der Fokus auf den Projekten in Südkorea, Portugal und den USA liegen. Besonders Sangdong bleibt der zentrale Hebel der Investmentstory.
Auf der Hauptversammlung am 9. Juni in Toronto stimmen die Aktionäre über Phase 2 des südkoreanischen Projekts ab. Geplant ist eine Ausweitung der Verarbeitungskapazität auf rund 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2027. Das wäre eine Verdopplung gegenüber der bisherigen Planung.
Bei Zustimmung könnte Sangdong nach Unternehmensdarstellung einen erheblichen Teil der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas bedienen. Die Größenordnung liegt bei etwa 40 Prozent. Das ist relevant, weil China seine Exportkontrollen verschärft hat und Wolfram für Industrie, Elektronik und Rüstung schwer zu ersetzen ist.
Preise geben Rückenwind
Der Preis für Ammoniumparawolframat in Rotterdam liegt im Mai bei 3.050 Dollar je metrischer Tonneneinheit. Seit Jahresbeginn beträgt der Anstieg mehr als 200 Prozent. Für Produzenten außerhalb Chinas verbessert das die Ausgangslage deutlich.
Ab Januar 2027 müssen US-Rüstungsunternehmen Wolfram vollständig außerhalb Chinas beziehen. Almonty hat bereits langfristige Liefervereinbarungen mit Global Tungsten & Powders sowie einen verbindlichen Abnahmevertrag mit Tungsten Parts Wyoming über mindestens 40 Tonnen Wolframoxid pro Monat. Das verleiht der Wachstumsstory mehr Substanz als ein reines Rohstoffpreis-Thema.
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Auch das Projekt Gentung-Browns Lake in Montana passt in dieses Bild. Dort liegen Mineralressourcen von 7,53 Millionen Tonnen, der Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, als Zielgröße nennt Almonty 140.000 metrische Tonneneinheiten pro Jahr. Fast die Hälfte der geplanten Produktion ist bereits für US-Käufer vorgesehen.
Aktie verdaut die Rally
Am Markt läuft derweil die Gegenbewegung. Die Aktie schloss am Freitag bei 24,02 kanadischen Dollar und verlor am Tag 4,68 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Minus von 16,71 Prozent.
Das klingt hart, relativiert sich aber durch die vorangegangene Bewegung. Seit Jahresbeginn liegt das Papier weiter fast 100 Prozent im Plus, über zwölf Monate summiert sich der Anstieg auf 545,70 Prozent. Gewinnmitnahmen sind nach einem solchen Lauf kein Randthema mehr.
Zum Rekordhoch von 32,07 kanadischen Dollar fehlen inzwischen 25,10 Prozent; der Kurs liegt zudem 8,58 Prozent unter seiner kurzfristigen Durchschnittslinie. Institutionelles Interesse ist dennoch sichtbar: Fidelity hält inzwischen 18,28 Millionen Aktien und kommt damit auf 6,5 Prozent.
Der nächste Takt ist klar gesetzt: Am 20. Mai spricht das Management vor Investoren, am 1. Juni startet Jorge Beristain als CFO, am 9. Juni folgt die Abstimmung über Sangdong Phase 2. Bis dahin bleibt die Aktie zwischen Rohstoff-Rückenwind, Ausbauplänen und der Last einer außergewöhnlichen Kursrally eingespannt.
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