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Almonty Aktie: 13,6 Prozent Nasdaq-Sprung

Almonty-Aktie erlebt volatile Sitzung: Aussetzung in Frankfurt, deutliche Gewinne bei Tradegate und Nasdaq, während der Börsenwechsel von Toronto anläuft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Handelsstopp in Frankfurt am Morgen
  • Kursplus von über 7 Prozent bei Tradegate
  • Nasdaq-Notierung steigt um 13,6 Prozent
  • Analysten sehen Kurspotenzial von fast 80 Prozent

Ein hektischer Handelstag für Almonty Industries: Am heutigen Dienstag wurde die Aktie des Wolfram-Förderers zunächst vom Xetra-Handel ausgesetzt, kurze Zeit später ging der Handel wieder los – begleitet von deutlichen Kursausschlägen auf mehreren Handelsplätzen gleichzeitig.

Aussetzung am Morgen, schnelle Wiederaufnahme

Um 8:32 Uhr wurde die Almonty-Aktie (Kürzel ALI1, ISIN CA0203987072) an der Frankfurter Börse ausgesetzt. Als Grund wurde lediglich „unbestimmt“ angegeben, verbunden mit dem Kürzel BAW/UFN, das für eine Aussetzung bis auf Weiteres steht. Schon um 9:28 Uhr erfolgte die Wiederaufnahme, die Restart-Auktion startete um 9:30 Uhr, die früheste Preisfeststellung war für 9:35 Uhr angesetzt – sowohl an der Frankfurter Börse als auch parallel im Xetra-Segment. Auslöser dürfte eine ausstehende Unternehmensmeldung gewesen sein, auf die der Markt offenbar gewartet hatte. Direkt nach dem Neustart sprang der Kurs bei Tradegate auf 11,715 Euro und damit um 7,23 Prozent nach oben, bevor er sich im späteren Vormittagshandel bei 11,30 Euro einpendelte.

Toronto fällt, Nasdaq-Notierung springt

Während der deutsche Handel am Vormittag zulegte, zeigt sich das Gesamtbild über die verschiedenen Notierungen von Almonty gespalten. Am Montag war die in Toronto gehandelte Aktie (AII.TO) um 4,96 Prozent auf 15,51 kanadische Dollar gefallen, bei einer Marktkapitalisierung von 4,4 Milliarden kanadischen Dollar. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 33,35 kanadischen Dollar, das Tief bei 5,35 kanadischen Dollar – eine Spanne, die die enorme Schwankungsbreite des Titels im laufenden Jahr unterstreicht. Am heutigen Dienstag sprang die unter dem Kürzel ALM gehandelte Notierung dagegen um 13,6 Prozent. Zacks Equity Research griff diese Bewegung auf und stellte die Frage, ob sich die Rallye fortsetzen könne, ohne diese selbst zu beantworten.

Diese Gegenläufigkeit zwischen den Handelsplätzen ist kein Zufall. Almonty befindet sich mitten im Übergang von der Toronto Stock Exchange zur Nasdaq: Das Unternehmen hatte den Rückzug von der Toronto-Börse zum vergangenen Freitag angekündigt. Ein solcher Wechsel des Haupthandelsplatzes sorgt erfahrungsgemäß für Umschichtungen, da Fonds und Indexprodukte ihre Positionen an die neue Notierung anpassen müssen – was kurzfristig zu genau jener Volatilität führt, die die Aktie derzeit an mehreren Börsen zeigt.

Analystenkonsens sieht deutliches Aufwärtspotenzial

Trotz der Kursschwankungen bleibt der Analystenkonsens für Almonty optimistisch: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 27,80 kanadischen Dollar und damit rund 79,2 Prozent über dem zuletzt genannten Toronto-Schlusskurs von 15,51 kanadischen Dollar. Für Anleger bedeutet das aktuelle Bild vor allem eines: Wer die Aktie über verschiedene Handelsplätze verfolgt, muss die Notierungen in Kanada, Deutschland und an der Nasdaq derzeit getrennt betrachten, da sie sich im Zuge des Börsenwechsels unterschiedlich entwickeln. Die kurzfristige Aussetzung in Frankfurt am Morgen dürfte dabei ein weiteres Signal dafür gewesen sein, dass der Übergang an die Nasdaq weiterhin für Nachrichtenlage und damit für Kursbewegungen sorgt – unabhängig davon, in welche Richtung sie ausschlagen.

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Diskussion zu Almonty

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.