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Almonty Aktie: 12,2 Billionen Dollar zwingen zum Kauf

Almonty Industries wird in Russell-Indizes aufgenommen, während der Aktienkurs fällt. Indexfonds müssen nun kaufen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aufnahme in Russell 1000 und 3000
  • Aktie 32% unter April-Hoch
  • Umsatzplus von 221% im Q1 2026
  • Sangdong-Mine treibt Produktion an

Passive Fonds müssen kaufen — ausgerechnet jetzt. Almonty Industries ist seit dem 29. Juni 2026 Mitglied im Russell 1000 und Russell 3000, zwei der meistgenutzten US-Aktienindizes. Das zwingt Indexfonds weltweit, Positionen aufzubauen. Gleichzeitig notiert die Aktie rund 32 Prozent unter ihrem April-Hoch.

Der aktuelle Kurs liegt bei 22,51 CAD — gut 15 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie knapp 18 Prozent. Passive Fonds kaufen also in einen scharfen Rücksetzer hinein, nicht in einen laufenden Aufwärtstrend.

12,2 Billionen Dollar suchen Anschluss

Die Dimension ist beachtlich. Rund 12,2 Billionen US-Dollar sind gegen die Russell-Indizes gebenchmarkt. Alle ETFs und Indexfonds, die den Russell 1000 oder Russell 3000 abbilden, müssen Almonty nun gewichten. Viele dieser Institutionen durften die Aktie vorher schlicht nicht halten — mangels Mandat.

CEO Lewis Black formulierte es direkt: Almonty habe sich die Aufnahme „auf Basis der Zahlen verdient, nicht durch Einladung.“ Die Indexmitgliedschaft öffne den Zugang zu einem breiten Universum benchmarkgesteuerter Investoren, die das Unternehmen bislang nicht im Portfolio halten konnten.

Strukturell bringt die Aufnahme mehr als einmaligen Kaufdruck. Breitere Analystencoverage, tiefere institutionelle Eigentümerbasis und bessere Handelsliquidität entwickeln sich erfahrungsgemäß über Monate, nicht über Tage.

Betrieb läuft, Zahlen stimmen

Die Indexaufnahme kommt nicht aus dem Nichts. Im ersten Quartal 2026 sprang der Umsatz auf 25,4 Millionen CAD — ein Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow erreichte 9,7 Millionen CAD.

Treiber ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Die erste Ausbaustufe verarbeitet derzeit rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und zielt auf 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Bei voller Kapazität verdoppelt sich diese Menge auf 4.600 Tonnen — genug, um etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas zu decken.

Parallel läuft ein Bohrprogramm am benachbarten Sangdong-Molybdänprojekt. Rund 37 Prozent der geplanten 26 Bohrlöcher sind abgeschlossen. Die bisherigen Assay-Ergebnisse bestätigen die Kontinuität der bekannten Molybdänmineralisierung.

Technisches Bild: Überverkauft vor dem Kaufzwang

Der RSI liegt bei 39,3 — die Aktie nähert sich überverkauftem Terrain. Das ist der technische Rahmen, in dem der strukturelle Kaufzwang durch die Indexaufnahme nun greift.

Über zwölf Monate steht trotz des jüngsten Rücksetzers ein Plus von rund 235 Prozent. Das April-Hoch bei 33,35 CAD bleibt vorerst weit entfernt. Ob der Kaufdruck aus der Indexaufnahme den Abwärtstrend der vergangenen Wochen bremst, zeigt sich in den nächsten Handelswochen — wenn die Positionierungsphase der Fondsmanager abgeschlossen ist.

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