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Almonty Aktie: 1,2 Milliarden Dollar nach Wandelanleihe

Almonty Industries verfügt nach einer überzeichneten Wandelanleihe über 1,2 Mrd. CAD und meldet dank stark gestiegener Wolframpreise einen Nettogewinn.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kassenbestand auf 1,2 Mrd. CAD gestiegen
  • Umsatzwachstum von fast 500 Prozent
  • Wandelanleihe über 800 Mio. USD platziert
  • Rückzug von Börsen in Toronto und Sydney

Fast 1,2 Milliarden kanadische Dollar. So viel Cash hat Almonty Industries jetzt in der Kasse. Vor acht Monaten waren es noch keine 270 Millionen. Der Wolfram-Produzent hat sich in wenigen Wochen von einem Entwicklungsprojekt zu einem operativ durchfinanzierten Player gewandelt.

Anleihe füllt die Kriegskasse

Der Sprung kommt von einer Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar mit 2,25 Prozent Zins, fällig 2031. Die Emission war überzeichnet. Analysten von Diamond Equity Research bewerteten das Unternehmen in einem Update vom 14. August neu. Ihr Fazit: Almonty hat den Übergang vom Risikoprofil eines Entwicklers zur operativen Umsetzung geschafft.

Zum Ende des zweiten Quartals, also zum 30. Juni, stand die Kasse bei 1,23 Milliarden kanadischen Dollar. Ende Dezember 2025 waren es noch 268,4 Millionen. Das frische Kapital soll zwei Projekte parallel finanzieren: die Phase II der Sangdong-Mine in Südkorea und das Gentung-Wolframprojekt in Montana.

Zahlen zeigen die Wende

Die Liquiditätsspritze fällt mit einer deutlichen operativen Verbesserung zusammen. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal auf 43,0 Millionen kanadische Dollar. Das entspricht einem Plus von 498 Prozent gegenüber 7,2 Millionen im Vorjahresquartal.

Noch auffälliger: Aus einem Nettoverlust von 58,2 Millionen Dollar im Vorjahr wurde ein Nettogewinn von 181,8 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA legte um mehr als 22 Millionen Dollar zu und erreichte 17,6 Millionen.

Treiber dieser Entwicklung war der Wolframpreis. Der durchschnittliche europäische APT-Preis lag im zweiten Quartal bei rund 3.075 US-Dollar pro Tonneneinheit. Im Vorjahresquartal waren es gerade einmal 453 Dollar. Ein Preissprung, der die gesamte Ergebnisrechnung nach oben zieht.

Rückzug von Toronto und Sydney

Parallel zur finanziellen Neuaufstellung vollzieht Almonty einen geografischen Schwenk. Im April verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz von Toronto ins amerikanische Dillon, Montana. Der Fokus liegt nun klar auf US-Kapitalmärkten und der Lieferkette für Verteidigungsgüter.

Konsequenz dieser Neuausrichtung: Am 31. Juli zog sich Almonty freiwillig von der Toronto Stock Exchange zurück. Auch die Notierung an der australischen Börse ASX läuft aus. Der Handel mit den CHESS Depositary Interests wird zum Geschäftsschluss am 28. August ausgesetzt, das endgültige Delisting folgt zum 1. September.

Sangdong im Fokus der neuen Woche

An der Nasdaq notiert die Almonty-Aktie unter dem Kürzel ALM zuletzt bei 15,09 US-Dollar. An der ASX schloss das Papier unter dem Symbol AII bei 19,59 australischen Dollar.

Für die kommende Handelswoche richtet sich der Blick auf die Sangdong-Mine in Südkorea. Dort läuft seit Juli die Produktion von verkaufsfähigem Konzentrat an. Phase I soll auf eine Kapazität von 640.000 Tonnen Erz pro Jahr hochgefahren werden. Die zentrale Frage für Aktionäre: ob sich die hohen Margen in einem weiterhin volatilen Preisumfeld für kritische Rohstoffe halten lassen.

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Diskussion zu Almonty

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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