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Kaizen Gaming holt FIFA-WM-Partnerschaft – Allwyn-Aktie bleibt unter Druck

Trotz WM-Deal mit Betano fällt die Allwyn-Aktie auf ein neues Jahrestief. Investoren warten auf Quartalszahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Betano wird WM-Turnier-Supporter
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Finanzchef betont operative Stabilität
  • Quartalszahlen im Juni erwartet

Die FIFA-Partnerschaft für die WM 2026 wird offiziell – allerdings nicht von Allwyn, sondern von Kaizen Gaming für dessen Premium-Sportwettenmarke Betano. Für den börsennotierten Glücksspielkonzern Allwyn, der eine Minderheitsbeteiligung von 36,75 Prozent an Kaizen Gaming hält, dürfte das bestenfalls indirekter Rückenwind sein. Die Aktie notiert weiterhin nahe ihrem Rekordtief.

Wer hier eigentlich Partner ist

Kaizen Gaming und die FIFA haben am 18. Mai mitgeteilt, dass Betano Offizieller Regionaler Supporter der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ für Europa und Südamerika wird. Vertragspartei ist Kaizen Gaming im Namen seiner Marke Betano – nicht Allwyn. Die Vereinbarung umfasst Werberechte sowie digitale Vermarktung während des Turniers in Kanada, Mexiko und den USA (11. Juni bis 19. Juli).

Für Betano ist es bereits die dritte FIFA-Kooperation nach der WM Katar 2022 und der Klub-WM 2025. „Die nunmehr dritte Partnerschaft mit der FIFA ist ein stolzer Meilenstein für alle bei Kaizen Gaming“, erklärte Mitbegründer und CEO George Daskalakis. Romy Gai, Chief Business Officer der FIFA, hob das Engagement Betanos für sportliche Integrität und verantwortungsvolles Spielen hervor.

Wo Allwyn ins Spiel kommt – und wo nicht

Allwyn ist weder Mehrheitsgesellschafter noch Betreiber oder Mutterkonzern von Kaizen Gaming. Der durch den Reverse-Merger von Allwyn International und der griechischen OPAP im März 2026 entstandene Lotterie- und Glücksspielkonzern hält ausschließlich eine Minderheitsbeteiligung von 36,75 Prozent an Kaizen Gaming – ursprünglich erworben von OPAP. Kaizen Gaming agiert davon unabhängig; die FIFA-Vereinbarung wurde ohne operative Beteiligung Allwyns geschlossen. Auch Betano gehört nicht zur Allwyn-Gruppe.

Gegenwind an der Börse

Der Aktienkurs der Allwyn AG zeigt sich von der Markenstärkung beim Beteiligungsunternehmen unbeeindruckt. Am Montag fiel das Papier auf 11,93 Euro – ein neues 52-Wochen-Tief. Am Dienstag notierte es kaum verändert bei knapp 12 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf 36 Prozent. Der Kurs liegt 13 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 13,83 Euro.

Finanzvorstand Kenneth Morton hatte bereits vergangene Woche versucht, die Wogen zu glätten. Die operative Entwicklung liege im Rahmen der im März ausgegebenen Prognosen, betonte er. Die aktuelle Bewertung spiegele nicht die langfristige Ertragskraft des fusionierten Unternehmens wider.

Ausblick: Quartalszahlen und neue Struktur

Die Investoren richten den Blick nun auf die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026. Die Zahlen werden im Juni erwartet und sollen erstmals zeigen, ob die Integration von OPAP in die Allwyn-Struktur die erhofften Synergien bringt.

Hinzu kommen zwei weitere Großprojekte: Die geplante Sitzverlegung des Konzerns von Luxemburg in die Schweiz soll die Konzernstruktur straffen. Eine Zweitnotierung in London oder New York bleibt ebenfalls auf der Agenda – mit dem Ziel, den Zugang zu globalem Kapital zu verbessern und die Liquidität der Aktie zu erhöhen. Die Quartalszahlen im Juni könnten der erste Lackmustest werden, ob die Strategie greift.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Beitrags wurde Betano fälschlich als „Kernmarke der neu formierten Allwyn AG“ bezeichnet und die FIFA-Partnerschaft Allwyn zugeordnet. Zudem wurde eine Fusion von Kaizen Gaming mit OPAP unterstellt. Tatsächlich ist Betano ausschließlich eine Marke von Kaizen Gaming; Allwyn hält daran lediglich eine Minderheitsbeteiligung von 36,75 Prozent. Kaizen Gaming und OPAP sind eigenständige Unternehmen, und die FIFA-Partnerschaft wurde von Kaizen Gaming im Namen seiner Marke Betano geschlossen. Wir bedanken uns für den Hinweis.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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