Eine WM-Partnerschaft sollte normalerweise für Aufwind sorgen. Bei Allwyn trifft die positive Nachricht auf einen anhaltenden Abwärtstrend. Die Aktie des Glücksspielkonzerns notiert nahe ihrem Rekordtief.
FIFA-Partner und fusionierter Konzern
Betano, die Kernmarke der neu formierten Allwyn AG, wird offizieller „Tournament Supporter“ der Fußball-WM 2026. Die Vereinbarung gilt für Europa und Südamerika und umfasst Werberechte in den Stadien sowie digitale Vermarktung während des Turniers in Nordamerika. Das Management setzt auf die Partnerschaft, um die Marke über die Kernmärkte Griechenland und Zypern hinaus bekannt zu machen.
Der Schritt erfolgt nach der Fusion von Allwyn International mit der griechischen OPAP. Seit dem Zusammenschluss operiert die Gruppe als Allwyn AG – und zählt zu den größten börsennotierten Lotterie- und Glücksspielanbietern weltweit.
Gegenwind an der Börse
Der Aktienkurs zeigt von den strategischen Plänen wenig beeindruckt. Am Montag fiel das Papier auf 11,93 Euro – ein neues 52-Wochen-Tief. Am Dienstag notierte es kaum verändert bei knapp 12 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf 36 Prozent. Der Kurs liegt 13 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 13,83 Euro.
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Finanzvorstand Kenneth Morton hatte bereits vergangene Woche versucht, die Wogen zu glätten. Die operative Entwicklung liege im Rahmen der im März ausgegebenen Prognosen, betonte er. Die aktuelle Bewertung spiegele nicht die langfristige Ertragskraft des fusionierten Unternehmens wider.
Ausblick: Quartalszahlen und neue Struktur
Die Investoren richten den Blick nun auf die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026. Die Zahlen werden im Juni erwartet und erstmals zeigen, ob die Integration von OPAP in die Allwyn-Struktur die erhofften Synergien bringt.
Hinzu kommen zwei weitere Großprojekte: Die geplante Sitzverlegung des Konzerns von Luxemburg in die Schweiz soll die Konzernstruktur straffen. Eine Zweitnotierung in London oder New York bleibt ebenfalls auf der Agenda – mit dem Ziel, den Zugang zu globalem Kapital zu verbessern und die Liquidität der Aktie zu erhöhen. Die Quartalszahlen im Juni könnten der erste Lackmustest werden, ob die Strategie greift.
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