Allianz Trade warnt vor einem historischen Anstieg globaler Unternehmensinsolvenzen — und der Mutterkonzern steuert zeitgleich auf eine der wichtigsten Wochen des Jahres zu. Hauptversammlung, Dividende und Quartalszahlen folgen in rascher Abfolge.
Pleiten auf 14-Jahres-Hoch
Die Allianz-Tochter hat ihre Insolvenzprognose für 2026 deutlich angehoben. Weltweit dürften Pleiten um 6 Prozent steigen — doppelt so stark wie zuvor erwartet. Es wäre der fünfte Anstieg in Folge.
Für Deutschland rechnet Allianz Trade mit rund 24.650 Insolvenzen. Das sind 800 mehr als im Vorjahr und der höchste Stand seit 14 Jahren. Als Haupttreiber nennt der Kreditversicherer den Nahostkonflikt und den US-Handelskrieg. Beide belasten Energiemärkte, Transportkosten und globale Lieferketten — besonders die Chemie-, Metall- und Transportbranche spürt den Druck.
Hinzu kommt eine arbeitsmarktpolitische Dimension. Allianz Trade schätzt, dass weltweit 2,2 Millionen Jobs direkt gefährdet wären. Europa trägt mit 1,3 Millionen potenziell betroffenen Stellen den größten Teil. Im Worst-Case-Szenario — Eintrittswahrscheinlichkeit laut Allianz Trade: 35 Prozent — könnten globale Pleiten sogar um 10 Prozent zulegen.
Zweischneidiges Schwert
Für den Allianz-Konzern ist die Studie ambivalent. Steigende Insolvenzen belasten das Kreditversicherungsgeschäft direkt. Sie erhöhen aber auch den Absicherungsbedarf der Wirtschaft — und damit potenziell die Nachfrage.
Das Fundament bleibt robust. Allianz erzielte 2025 einen Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro. Die Solvency-II-Quote liegt bei 218 Prozent. Für 2026 peilt der Konzern ein ähnliches Ergebnisniveau an. Der laufende Aktienrückkauf — beschlossen am 25. Februar 2026 mit einem Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro — unterstreicht das Selbstvertrauen des Managements. Seit Ende 2021 sank die Zahl ausstehender Aktien um rund sieben Prozent.
Die Aktie notiert bei 388,00 Euro und damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro. Auf Jahressicht liegt das Plus bei fast 9 Prozent.
Dichter Terminkalender im Mai
Für Aktionäre wird der Mai zum Schlüsselmonat. Am 7. Mai findet die Hauptversammlung in München statt. Die Aktionäre stimmen dort unter anderem über das sogenannte „Conditional Capital 2026″ ab — eine Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsanleihen sowie Hybridinstrumenten. Ferner steht eine Erneuerung des Aufsichtsrats auf der Agenda: Dr. Jörg Schneider soll den langjährigen Vorsitzenden Michael Diekmann ablösen.
Am 8. Mai folgt der Ex-Dividende-Tag, die Zahlung am 12. Mai. Es ist die fünfte aufeinanderfolgende Dividendenerhöhung — und verlängert eine 17-jährige Serie ohne Kürzung.
Am 13. Mai präsentiert Allianz die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2026. Dieser Bericht liefert das erste konkrete Signal, ob der Konzern sein Gewinnziel für das Gesamtjahr erreichen kann.
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