Starke Kurse, schwache Aussichten — bei der Allianz klaffen Marktrealität und makroökonomische Prognose spürbar auseinander. Der Versicherungskonzern kauft derzeit massiv eigene Anteile zurück. Im eigenen Haus wächst derweil die Sorge vor einem globalen Wirtschaftsabschwung. Ein harter Kontrast.
Tempo beim Aktienrückkauf
Auf dem Xetra-Parkett drückt der Versicherer aufs Tempo. Seit Mitte März läuft ein groß angelegtes Rückkaufprogramm. Allein in der zweiten Aprilwoche sammelte der Konzern über 100.000 eigene Papiere ein. Das Gesamtvolumen soll bis Ende 2026 auf bis zu 2,5 Milliarden Euro anwachsen. Bisher hat das Management rund ein Sechstel dieses Rahmens ausgeschöpft.
Die Börse honoriert diese Kapitaldisziplin. Mit einem Schlusskurs von 385,90 Euro am Donnerstag notiert das Papier nur knapp unter seinem Jahreshoch. Auf Monatssicht steht ein solides Plus von fast neun Prozent auf der Kurstafel.
El-Erians düstere Prognose
Die operative Stärke verdeckt allerdings nicht die Risiken am Horizont. Mohamed El-Erian schlägt Alarm. Der Chef-Wirtschaftsberater der Allianz warnt eindringlich vor den Folgen der hartnäckigen Inflation. Er verweist auf aktuelle Daten des Internationalen Währungsfonds. Dieser erwartet für das laufende Jahr eine weltweite Teuerungsrate von 4,4 Prozent.
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Solche Preissteigerungen belasten das Marktumfeld massiv. Geopolitische Spannungen treiben die Energiepreise zusätzlich nach oben. Für die Allianz bergen diese Faktoren konkrete Gefahren. Besonders die konzerneigene Vermögensverwaltung um die Tochter PIMCO leidet unter schwankenden Zinsen und nervösen Märkten.
Konkrete Ziele im Mai
Analysten bleiben trotz der düsteren Wolken mehrheitlich optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel der Marktbeobachter liegt bei gut 405 Euro. Im Mai stehen nun zwei handfeste Termine an.
Am 7. Mai stimmt die Hauptversammlung in München über die Gewinnbeteiligung ab. Das Management schlägt eine Dividende von 17,10 Euro je Aktie vor. Wenige Tage später, am 13. Mai, öffnet der Konzern die Bücher für das erste Quartal. Diese Berichte liefern dann den nötigen Einblick in die aktuelle Profitabilität der sensiblen Vermögensverwaltung.
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