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Allianz Aktie: Wachablösung an der Spitze

Berkshire Hathaway löst die Allianz als größten Versicherer nach Assets ab. Der Titelverlust ist vor allem symbolisch, während ein weicheres Preisumfeld in der Rückversicherung die operative Gewinnkraft herausfordert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Berkshire Hathaway verwaltet mehr Vermögenswerte
  • Rückversicherungspreise in Europa sinken deutlich
  • Allianz-Aktie zeigt sich trotz Korrektur robust
  • Fokus liegt auf operativem Jahresergebnisziel

Der Münchner Versicherungskonzern muss eine symbolische Niederlage hinnehmen: Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat die Allianz als größten Versicherer nach Assets abgelöst. Während dieser Titelverlust vor allem das Prestige betrifft, richten Anleger den Blick auf fundamentalere Veränderungen im Markt. Sinkende Preise in der Rückversicherung und Turbulenzen bei der Konkurrenz prägen den Jahresstart 2026.

  • Platztausch: Berkshire Hathaway verwaltet nun mehr Assets als die Allianz.
  • Marktumfeld: Preise für Katastrophenschutz in Europa sinken deutlich.
  • Relative Stärke: Während US-Rivale AIG kämpft, bleibt die Allianz stabil.

Prestige-Duell und Marktrealität

Die Ratingagentur AM Best bestätigte im Januar 2026 die neue Rangordnung. Trotz eines soliden Wachstums der verwalteten Vermögenswerte auf 1,09 Billionen US-Dollar, zog das US-Konglomerat Berkshire Hathaway mit 1,15 Billionen US-Dollar an den Münchnern vorbei. Für die operative Gewinnkraft ist dieses Ranking zwar zweitrangig, es verdeutlicht jedoch die enorme Dynamik der US-Konkurrenz.

Wichtiger für die Bilanz sind die Signale vom Rückversicherungsmarkt. Die Erneuerungsrunde zum 1. Januar brachte das erwartete Ende der harten Marktphase in Europa. Da das globale Rückversicherungskapital gestiegen ist, sanken die Raten für die Absicherung gegen Naturkatastrophen hierzulande um bis zu 20 %. Dieses weichere Preisumfeld fordert nun die Disziplin der Underwriter, um die Margen zu halten.

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Stabilitätsanker im Depot

Wie wertvoll die unaufgeregte Führung der Allianz ist, zeigt der Blick auf den Wettbewerber AIG. Dort sorgte der überraschende Rücktritt von CEO Peter Zaffino für einen Kursrutsch von fast 8 %. Die Allianz hingegen profitiert von ihrer breiten Aufstellung. Ein Lichtblick bleibt das Asset Management, wo spezialisierte Produkte wie der Allianz Technology Trust trotz des Gegenwinds neue Höchststände markieren.

Im Chartbild spiegelt sich diese Solidität wider, auch wenn der Titel aktuell korrigiert. Mit einem Schlusskurs von 391,70 Euro am Dienstag notiert die Aktie zwar rund 14,87 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 460,12 Euro, liegt aber auf Sicht von 12 Monaten immer noch gut 30 % im Plus. Der Kurs hält sich zudem stabil über dem 200-Tage-Durchschnitt von 359,60 Euro, was den langfristigen Aufwärtstrend bestätigt.

Fokus auf Jahreszahlen

Trotz der makroökonomischen Warnungen von Chefberater Mohamed El-Erian bezüglich des US-Arbeitsmarktes bleibt die operative Prognose der entscheidende Faktor. Das Management hat für das abgelaufene Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von mindestens 17 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Gelingt es der Allianz, dieses Ziel in den kommenden Wochen zu bestätigen und eine Strategie für das weichere Preisumfeld in Europa zu präsentieren, dürfte der Verlust der „Nummer 1“-Position im Asset-Ranking schnell in den Hintergrund treten.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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