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Allianz Aktie: 60 Prozent Rückkauf verbraucht

Der Versicherungskonzern hat bereits 60 Prozent seines 2,5-Milliarden-Euro-Rückkaufprogramms umgesetzt und kauft trotz Rekordkursen weiter ein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 60 Prozent des Budgets verbraucht
  • Kauftempo übertrifft Zeitplan deutlich
  • Aktienkurs nahe Allzeithoch von 423,50 Euro
  • RSI-Wert zeigt stark überkaufte Lage

Starker Kursverlauf, hohes Tempo — bei der Allianz greift das Management derzeit kräftig zu. Der Versicherungskonzern kauft in rasantem Tempo eigene Papiere vom Markt. Dabei ignoriert das Unternehmen die steigenden Kurse völlig.

Rasanter Aufkauf

Das laufende Aktienrückkaufprogramm startete im Frühjahr. Es umfasst ein Maximalbudget von 2,5 Milliarden Euro. Bis Anfang Juli verbrauchte die Allianz davon bereits 60 Prozent.

Das finanzielle Tempo eilt dem eigentlichen Zeitplan voraus. Bis zum Jahresende ist erst ein gutes Drittel der Zeit verstrichen. Dennoch stockte der Versicherer seine Käufe zuletzt mehrere Wochen in Folge auf. Allein in der jüngsten Meldewoche sammelte der Konzern fast 295.000 Stück ein.

Management ignoriert Rekordhoch

Das Management kauft unbeeindruckt vom Chartverlauf weiter. Dabei werden die Anteilsscheine stetig teurer. Anfang Juni zahlte der Konzern im Schnitt noch 373 Euro je Aktie. Inzwischen liegt dieser Kaufpreis bei knapp 414 Euro. Er nähert sich damit dem Allzeithoch an.

Die erworbenen Papiere zieht die Allianz anschließend komplett ein. Das Ziel: ein höherer Gewinn je Anteilsschein.

Heißgelaufener Aufwärtstrend

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Nachfrage wider. Die Allianz-Aktie notiert aktuell bei 420,20 Euro. Das entspricht einem Plus seit Jahresbeginn von rund acht Prozent. Der Kurs kratzt damit direkt am jüngsten Rekordhoch von 423,50 Euro.

Der steile Aufwärtstrend hinterlässt charttechnische Spuren. Der RSI-Wert von 78,5 signalisiert eine stark überkaufte Situation. Der Kurs notiert fast zwölf Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Behält der Konzern das aktuelle Kaufvolumen bei, endet das Programm vorzeitig. Die Allianz würde ihr Budget deutlich vor dem Stichtag am 31. Dezember 2026 ausschöpfen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.