Starker Kursverlauf, hohes Tempo — bei der Allianz greift das Management derzeit kräftig zu. Der Versicherungskonzern kauft in rasantem Tempo eigene Papiere vom Markt. Dabei ignoriert das Unternehmen die steigenden Kurse völlig.
Rasanter Aufkauf
Das laufende Aktienrückkaufprogramm startete im Frühjahr. Es umfasst ein Maximalbudget von 2,5 Milliarden Euro. Bis Anfang Juli verbrauchte die Allianz davon bereits 60 Prozent.
Das finanzielle Tempo eilt dem eigentlichen Zeitplan voraus. Bis zum Jahresende ist erst ein gutes Drittel der Zeit verstrichen. Dennoch stockte der Versicherer seine Käufe zuletzt mehrere Wochen in Folge auf. Allein in der jüngsten Meldewoche sammelte der Konzern fast 295.000 Stück ein.
Management ignoriert Rekordhoch
Das Management kauft unbeeindruckt vom Chartverlauf weiter. Dabei werden die Anteilsscheine stetig teurer. Anfang Juni zahlte der Konzern im Schnitt noch 373 Euro je Aktie. Inzwischen liegt dieser Kaufpreis bei knapp 414 Euro. Er nähert sich damit dem Allzeithoch an.
Die erworbenen Papiere zieht die Allianz anschließend komplett ein. Das Ziel: ein höherer Gewinn je Anteilsschein.
Heißgelaufener Aufwärtstrend
Am Aktienmarkt spiegelt sich diese Nachfrage wider. Die Allianz-Aktie notiert aktuell bei 420,20 Euro. Das entspricht einem Plus seit Jahresbeginn von rund acht Prozent. Der Kurs kratzt damit direkt am jüngsten Rekordhoch von 423,50 Euro.
Der steile Aufwärtstrend hinterlässt charttechnische Spuren. Der RSI-Wert von 78,5 signalisiert eine stark überkaufte Situation. Der Kurs notiert fast zwölf Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Behält der Konzern das aktuelle Kaufvolumen bei, endet das Programm vorzeitig. Die Allianz würde ihr Budget deutlich vor dem Stichtag am 31. Dezember 2026 ausschöpfen.
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