Allianz kauft fleißig eigene Aktien zurück — der Kurs dankt es bislang nicht. Das milliardenschwere Rückkaufprogramm läuft planmäßig, doch die Aktie notiert auf kurze Sicht im Minus.
385.000 Aktien in einer Woche
In der Woche vom 25. bis 29. Mai erwarb der Münchner Versicherungskonzern 385.407 eigene Aktien. Damit summiert sich die Gesamtzahl der seit Programmstart am 12. März 2026 zurückgekauften Papiere auf knapp 2,65 Millionen Stück. Das Programm ist auf ein Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro angelegt; abgewickelt wird es über Xetra und multilaterale Handelssysteme durch eine beauftragte Bank.
Fundamentalen Rückenwind liefern die Quartalszahlen: Im ersten Quartal 2026 stieg der operative Gewinn um 6,6 Prozent auf 4,52 Milliarden Euro. Die Dividende von 17,10 Euro je Aktie wurde im Mai bereits ausgezahlt.
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Kurs kämpft mit technischen Marken
Das ändert nichts daran, dass die Aktie unter Druck steht. Mit einem Schlusskurs von 369,60 Euro liegt sie rund zwei Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt und hat auf Sieben-Tage-Sicht 3,6 Prozent verloren. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus knapp fünf Prozent. Der RSI von 40 signalisiert eine schwache Kursdynamik, ohne dass die Aktie bereits im überverkauften Bereich wäre.
Rückkäufe stützen den Kurs strukturell, indem sie die Zahl ausstehender Aktien verringern und den Gewinn je Aktie rechnerisch erhöhen. Kurzfristig können sie allerdings nicht gegen breitere Marktstimmungen ankämpfen. Das Programm läuft weiter — bis das Volumen von 2,5 Milliarden Euro ausgeschöpft ist.
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