Der chinesische Tech-Gigant Alibaba drängt massiv in das lukrative Geschäft mit Unternehmens-KI. Auf dem Parkett spiegelt sich diese Ambition derzeit kaum wider. Nach einer volatilen Handelswoche klaffen operative Fortschritte und Kursentwicklung spürbar auseinander.
KI-Offensive in der Luftfahrt
Ein neuer Großauftrag sorgte zum Wochenausklang für Aufsehen. Alibabas KI-Sparte kooperiert künftig mit China Eastern Airlines. Im Zentrum steht das hauseigene Sprachmodell Qwen. Es soll die digitalen Abläufe der Fluggesellschaft optimieren und die Interaktion zwischen Personal und Passagieren effizienter gestalten. Die Technologie wird dafür direkt in die bestehenden Service-Systeme der Airline eingebunden.
Dieser Schritt markiert eine strategische Erweiterung. Bisher integrierte der Konzern seine generative Künstliche Intelligenz vor allem in Unterhaltungselektronik und Autos. Nun rücken lukrative Dienstleistungsverträge für Unternehmenskunden in den Fokus. Der Wettbewerb in diesem Segment ist hart, die potenziellen Margen sind allerdings hoch. Alibaba will seine teure KI-Infrastruktur konsequent monetarisieren.
Ehrgeizige Ziele für die Cloud
Parallel dazu bekräftigt das Management seine langfristigen Finanzziele für die Wachstumssparten. Der Umsatz mit externen Cloud- und KI-Dienstleistungen soll jährlich um mehr als 40 Prozent wachsen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre peilt der Vorstand hier Erlöse von 690 Milliarden Yuan an.
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Um dieses rasante Wachstum zu stützen, muss auch die Profitabilität steigen. Die bereinigte EBITA-Marge der Cloud-Sparte soll langfristig die Marke von 20 Prozent erreichen. Das Kalkül ist klar. Das Cloud-Geschäft soll zum primären Gewinntreiber aufsteigen und die Abhängigkeit vom traditionellen chinesischen Online-Handel verringern.
Chartbild bleibt eingetrübt
An der Börse reagierten Investoren am Freitag versöhnlich auf die Nachrichten. Die Aktie ging mit einem Plus von gut zwei Prozent bei 114,80 Euro ins Wochenende. Zuvor hatte der Titel tagelang unter erheblichem Verkaufsdruck gestanden. Auf Wochensicht steht weiterhin ein Minus von rund vier Prozent zu Buche.
Technisch bleibt die Lage angespannt. Das Papier notiert deutlich unter der langfristig wichtigen 200-Tage-Linie von 128,81 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel fast 14 Prozent an Wert verloren. Um diesen Abwärtstrend zu brechen, müssen die neuen KI-Partnerschaften nun zügig skalieren. Gelingt der geplante Umbau der Cloud-Sparte zum Hauptgewinntreiber nicht, dürfte der Druck auf die Aktie anhalten.
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