Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba befindet sich in einem kostspieligen Umbruch. Während die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz das Cloud-Wachstum antreiben, hinterlassen sie tiefe Spuren in der Bilanz. Diese schmelzenden Gewinne zwingen nun erste Analysten dazu, ihre Erwartungen nach unten zu korrigieren.
Die Zahlen im Detail
Auslöser für die jüngste Zurückhaltung am Markt ist eine Neubewertung durch das Analysehaus Susquehanna. Die Experten senkten ihr Kursziel von 190 auf 170 US-Dollar, behielten ihre positive Einstufung aber bei. Der Grund für die Anpassung liegt in den Zahlen des dritten Geschäftsquartals. Der bereinigte Nettogewinn brach im Jahresvergleich um 67 Prozent auf 2,39 Milliarden US-Dollar ein. Verantwortlich für diesen Rückgang sind vor allem die enormen Kapitalausgaben für den Ausbau der KI- und Cloud-Infrastruktur. Diese fundamentale Entwicklung spiegelt sich auch im Chart wider: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von rund 18 Prozent und schloss am Donnerstag bei 109,00 Euro.
Wachstumsmotor Cloud
Den kurzfristigen Margenbelastungen stehen allerdings deutliche operative Fortschritte gegenüber. Die Investitionen treiben den Umsatz im Cloud-Geschäft um 36 Prozent nach oben. KI-bezogene Arbeitslasten verzeichnen sogar seit zehn Quartalen in Folge ein dreistelliges Wachstum. Um diese Dynamik zu beschleunigen, stellte der Konzern diese Woche neue technische Lösungen vor. Dazu gehören der selbst entwickelte KI-Prozessor „Xuántiě C950“ sowie die Plattform „Accio Work“, die Arbeitsabläufe für kleine und mittlere Unternehmen automatisieren soll. CEO Eddie Wu verfolgt damit ein klares Ziel: Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll der kommerzielle Jahresumsatz aus Cloud- und KI-Diensten die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten.
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Stützungsmaßnahmen und Ausblick
Um den Aktienkurs während dieser teuren Übergangsphase zu stützen, greift das Management auf ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 19,1 Milliarden US-Dollar zurück. Gleichzeitig zeigen sich im Kerngeschäft gemischte Bilder. Während die klassischen E-Commerce-Plattformen Taobao und Tmall nur noch um ein Prozent wuchsen, legte die Sparte für schnelle Lieferungen um 56 Prozent zu.
Die Analystengemeinschaft bleibt trotz der jüngsten Kurszielsenkungen mehrheitlich optimistisch. Von 22 erfassten Experten raten 16 weiterhin zum Kauf der Aktie. Um die hohen Kosten des aktuellen KI-Ausbaus mittelfristig zu kompensieren, hat das Management bereits konkrete Schritte eingeleitet und Preiserhöhungen für Cloud-Dienste von bis zu 34 Prozent umgesetzt.
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