Mehr Aktien im Umlauf, keine Rückkäufe zur Gegensteuerung — und in drei Wochen folgen Quartalszahlen, die zeigen müssen, ob Alibabas milliardenschwere KI-Investitionen endlich Früchte tragen. Die Gemengelage ist komplex.
Neue Aktien, kein Gegengewicht
Eine Mitte April bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichte Meldung zeigt: Die Zahl der ausgegebenen Alibaba-Aktien stieg zwischen Ende März und dem 21. April 2026 von rund 19,13 Milliarden auf gut 19,19 Milliarden. Hintergrund sind Aktienoptionen und Restricted Share Units, die im Rahmen der konzerneigenen Vergütungspläne an Mitarbeiter und ein Vorstandsmitglied ausgegeben wurden. Rückkäufe, die diese Verwässerung hätten abfedern können, erfolgten im selben Zeitraum nicht.
Das ist bemerkenswert — denn Alibaba hat zuletzt aggressiv zurückgekauft. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2025 erwarb der Konzern eigene Aktien im Gegenwert von 11,9 Milliarden US-Dollar. Das laufende Rückkaufprogramm läuft bis März 2027; das verbleibende Volumen lag zuletzt bei 19,1 Milliarden Dollar. Die Pause im April ist damit kein struktureller Rückzug, aber ein Signal, das Aktionäre registrieren werden.
Quartalszahlen als eigentlicher Prüfstein
Der wichtigere Termin steht am 14. Mai an. Dann legt Alibaba vor US-Börseneröffnung seine Ergebnisse für das vierte Fiskalquartal vor — und die Messlatte liegt tief. Im Quartal bis Ende Dezember 2025 brach das bereinigte EBITA um 57 Prozent ein, der operative Gewinn fiel sogar um 74 Prozent. Höhere Marketing- und Logistikkosten sowie Abschreibungen im Segment „All Others“ belasteten die Margen erheblich, während das Cloud- und KI-Geschäft zwar wuchs, aber noch keine ausreichende Kompensation lieferte.
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Für das nun bevorstehende Quartal erwarten Analysten beim Cloud-Umsatz ein Wachstum von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob das reicht, um den Margendruck aus dem Investitionszyklus zu überlagern, bleibt offen.
Kurs zwischen Erholung und Gegenwind
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Der Kurs notiert bei 115,60 Euro und liegt damit rund 28 Prozent unter dem Konsensus-Kursziel der Wall-Street-Analysten — die Mehrheit bleibt konstruktiv gestimmt. Im April legte die Aktie gut 2,6 Prozent zu, auf Jahressicht steht jedoch ein Minus von 13 Prozent. Der RSI von knapp 41 signalisiert eine eher schwache technische Verfassung, die Volatilität von über 42 Prozent zeigt, wie nervös der Markt auf neue Informationen reagiert.
Entscheidend wird sein, ob Alibaba am 14. Mai Hinweise liefert, dass der massive Investitionszyklus in KI-Infrastruktur und schnelles E-Commerce die Margen mittelfristig stabilisiert — oder ob der Druck auf den freien Cashflow anhält.
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