Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba sorgt für neue Fantasie am Markt. Berichte über einen geplanten Börsengang der Chip-Sparte T-Head und ein offenbar wiedererlangter Zugang zu kritischer US-Hardware rücken die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in ein neues Licht. Während das Unternehmen seine Strukturen neu ordnet, stellt sich die Frage: Können diese strategischen Schritte die Bewertung der Aktie nachhaltig heben?
Börsengang der Chip-Sparte geplant
Marktberichten zufolge bereitet Alibaba einen Börsengang (IPO) seiner KI-Chip-Tochter T-Head vor. Dieser strategische Schachzug zielt darauf ab, verborgene Werte im Konzern zu heben und die Hardware-Entwicklung vom klassischen E-Commerce- und Cloud-Geschäft zu entkoppeln. Damit folgt Alibaba dem Beispiel des Konkurrenten Baidu, der ähnliche Pläne für seine Einheit Kunlunxin verfolgt.
Für den Mutterkonzern hätte dies einen doppelten Vorteil: Die Abspaltung würde es T-Head ermöglichen, externes Kapital aufzunehmen, wodurch die direkte Kostenbelastung für Alibaba sinkt. Gleichzeitig bliebe der Konzern im strategisch wichtigen Halbleitersektor engagiert. Erste Reaktionen im vorbörslichen Handel deuteten darauf hin, dass Investoren diesen Schritt zur Wertsteigerung positiv aufnehmen.
Zugang zu Nvidia-Technologie
Parallel zu den Umstrukturierungen gibt es eine entscheidende Entwicklung bei der Hardware-Beschaffung. Neue Berichte bestätigen, dass chinesische Regulierungsbehörden grünes Licht gegeben haben, damit heimische Tech-Firmen Bestellungen für Nvidias Hochleistungs-GPUs vom Typ H200 vorbereiten können.
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Dies markiert einen Wendepunkt in der Lieferkette. Der legale Zugang zu diesen Chips stärkt Alibabas Position im Bereich der generativen KI massiv, da bisherige Engpässe bei der Rechenleistung für das Training komplexer Modelle nun adressiert werden können. Operativ untermauert wird dieser Anspruch durch den Erfolg der hauseigenen KI-App „Qwen“, die mittlerweile über 100 Millionen monatlich aktive Nutzer verzeichnet und die Monetarisierungsstrategie im wachsenden Markt für KI-Suche vorantreibt.
Analysten sehen Potenzial
Bei den institutionellen Anlegern zeigt sich derzeit ein gemischtes Bild. Während einige Großinvestoren Gewinne mitnahmen, baute die Norges Bank eine neue Position im Wert von über 500 Millionen Dollar auf. Analysten bewerten die strukturellen Änderungen jedoch überwiegend optimistisch. So stufte Arete Research die Aktie am 20. Januar auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 190 Dollar.
Der Markt preist aktuell die mögliche Wertsteigerung durch das Chip-Spinoff gegen die jüngste Kursschwäche ein. Nachdem die Aktie am Freitag bei 147,20 Euro (-3,54 %) aus dem Handel ging, deutet ein RSI von 29,4 auf eine technisch überverkaufte Situation hin. Die Kombination aus IPO-Fantasie und verbesserter Hardware-Verfügbarkeit dürfte kurzfristig die entscheidenden Impulse für eine mögliche Bodenbildung liefern.
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