Ein KI-Modell, das zunächst anonym ins Rennen ging — und am Ende ganz oben landete. Alibabas Videogenerierungsmodell „HappyHorse-1.0″ hat ByteDances „Seedance 2.0″ in den globalen Artificial Analysis Video Arena Rankings überholt. Die Aktie legte daraufhin mehr als 3 % zu.
Rückkehr eines KI-Architekten
Hinter dem Benchmark-Erfolg steckt ein personeller Schachzug: Zhang Di, ehemaliger Vizepräsident bei Kuaishou und Mitentwickler des bekannten „Kling“-KI-Modells, kehrte vor rund fünf Monaten zu Alibaba zurück und übernahm die Leitung des Entwicklungsteams. Das Ergebnis ist bemerkenswert — ein Modell, das zunächst ohne Namensnennung eingereicht wurde und sich dennoch an die Spitze setzte.
Anders als viele Wettbewerber veröffentlicht Alibaba „HappyHorse-1.0″ als Open-Source-Modell. Das dürfte den Preisdruck auf proprietäre Alternativen im KI-Kurzfilmmarkt erhöhen, der 2026 auf ein Volumen von umgerechnet rund 30 Milliarden Euro geschätzt wird.
Fünffaches Umsatzziel für Cloud und KI
Das Management hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die Erlöse aus Cloud- und KI-Diensten sollen innerhalb von fünf Jahren auf 100 Milliarden US-Dollar steigen — eine Verfünffachung gegenüber dem aktuellen Niveau. Im jüngsten Quartal wuchs der Cloud-Umsatz um 36 %, KI-Produkte verzeichneten das zehnte Quartal in Folge mit dreistelligen Wachstumsraten.
Um diesen Kurs zu finanzieren, setzt Alibaba auf wertbasierte Preisgestaltung. Ausgewählte Dienste der „Bailian“-Plattform wurden Mitte April um 2 bis 7 % teurer, DDoS-Schutzleistungen in China steigen ab Juli um 50 %. Der Hintergrund: Der tägliche Token-Verbrauch ist seit Ende 2025 um 40 % gestiegen — die Nachfrage zwingt zur Preisanpassung.
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Breites Ökosystem, starkes Umfeld
Den Kursanstieg stützte auch ein freundliches Marktumfeld: Nasdaq und S&P 500 erreichten am gleichen Tag Rekordhochs. Ferner sorgte der Börsengang von Victory Giant Technology in Hongkong für Aufmerksamkeit — das auf KI-Beschleuniger spezialisierte Unternehmen sammelte rund 2,2 Milliarden US-Dollar ein, Yunfeng Capital, der von Jack Ma mitgegründete Fonds, war als Ankerinvestor dabei.
Parallel stellte Alibaba mit „Happy Oyster“ ein Weltmodell für interaktive 3D-Umgebungen vor. Beide Modelle werden in die Alibaba Token Hub-Einheit integriert — ein Schritt, der den KI-Stack des Konzerns von Unternehmenslösungen bis hin zu Gaming und Robotik ausweitet.
Die Aktie notiert aktuell rund 7 % unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn gut 10 % verloren — die jüngste Woche brachte allerdings ein Plus von über 10 %. Ob der Benchmark-Sieg den Trend dreht, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen.
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