Die Alexandria Real Estate Equities steht aktuell im Kreuzfeuer von Anwälten und Anlegern. Gleich mehrere Kanzleien haben an den vergangenen beiden Tagen Klagen gegen den Immobilien-REIT und seine Führungskräfte formell eingereicht. Der Vorwurf: Wertpapierbetrug im Zusammenhang mit einem Kurssturz von fast 20% an einem einzigen Tag im Spätjahr 2025.
Die Vorwürfe im Detail
Auslöser der Sammelklagen ist eine außerplanmäßige Wertberichtigung bei Immobilien in Höhe von 323,9 Millionen US-Dollar. Allein 206 Millionen Dollar davon entfielen auf ein Grundstück in Long Island City. Die klagenden Anleger werfen dem Management vor, in einer Phase sinkender Auslastungsquoten irreführende Aussagen zum Leerstand und zur Entwicklungspipeline der sogenannten „Megacampus“-Projekte gemacht zu haben.
Die rechtlichen Schritte fallen in eine ohnehin volatile Phase für das Unternehmen. Erst im Dezember 2025 hatte Alexandria seine Quartalsdividende von 1,32 auf 0,72 Dollar je Aktie gekürzt – ein Rückgang um 45%. Diese Maßnahme ist Teil eines Kapitalerhaltungsplans, der auch den Verkauf von Vermögenswerten im Wert von 2,9 Milliarden Dollar vorsieht. Gleichzeitig plant das Unternehmen, seine Investitionsausgaben deutlich zu erhöhen, um Mieter in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt für Life-Science-Immobilien zu halten.
Fundamentale Herausforderungen
Die rechtlichen und operativen Probleme spiegeln ein breiteres Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage im spezialisierten Life-Science-Sektor wider. Die durchschnittliche Auslastungsquote von Alexandria ist von 94,8% Anfang 2025 auf zuletzt 91,4% gesunken. Die Reaktion der Märkte war deutlich: Die Aktie verzeichnet binnen eines Jahres einen Totalverlust für Aktionäre von über 42% und notiert bei rund 52,38 Dollar.
Trotz dieser Widrigkeiten betonte der geschäftsführende Vorsitzende Joel S. Marcus jüngst die fundamentale Stärke des Geschäftsmodells. Den Mietern des Unternehmens seien 2025 insgesamt 39% aller neu von der FDA zugelassenen Therapien zuzuschreiben. Diese operative Stärke wird derzeit jedoch von der dringenden Notwendigkeit überschattet, die Bilanz zu stabilisieren und die anhängigen Gerichtsverfahren zu bewältigen.
Kritische Wochen stehen bevor
Die nächsten drei Wochen werden für Alexandria entscheidend sein. Für Anleger endet am 26. Januar 2026 die Frist, um sich beim Gericht als Hauptkläger in der Sammelklage zu bewerben. Genau an diesem Tag wird das Unternehmen auch seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 nach Börsenschluss veröffentlichen.
Am Folgetag, dem 27. Januar, findet eine Telefonkonferenz mit der Unternehmensführung statt. Die Märkte werden hier vor allem auf Updates zum Fortschritt des 2,9-Milliarden-Dollar-Verkaufsprogramms und mögliche neue Auslastungsprognosen für 2026 achten. Obwohl jüngste SEC-Meldungen geplante Aktienvergütungen für Führungskräfte zeigen, hat signifikantes Netto-Kaufengagement durch Insider zum aktuellen Kursniveau noch nicht eingesetzt.
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