Während sich die Aluminium-Branche im Strudel von Handelskonflikten und Preisschwankungen befindet, liefert der US-Konzern Alcoa eine überraschend robuste Quartalsperformance ab. Doch hinter den positiven Zahlen lauern milliardenschwere Herausforderungen – kann der Dividendenzahler seinen Kurs halten?
Überraschend starke Quartalszahlen
Alcoa glänzte im zweiten Quartal 2025 mit besseren Zahlen als von Analysten erwartet. Der Konzern übertraf die Prognosen deutlich: Statt der erwarteten 0,29 US-Dollar pro Aktie erzielte Alcoa einen bereinigten Gewinn von 0,39 US-Dollar. Auch beim Umsatz gab es eine positive Überraschung – 3,02 Milliarden US-Dollar bedeuteten nicht nur eine Steigerung von 3,9 Prozent zum Vorjahresquartal, sondern lagen klar über den Konsenserwartungen von 2,96 Milliarden US-Dollar.
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung spürt Alcoa weiterhin den Druck der Märkte. Geringere Aluminium- und Alumina-Preise sowie höhere Zollkosten für Importe belasteten die sequenziellen Ergebnisse spürbar.
Institutionelle Anleger setzen unterschiedliche Signale
Die Quartalsberichte der großen Investmenthäuser zeigen ein gemischtes Bild: Während einige Institutionen ihre Positionen massiv ausbauten, zogen sich andere vorsichtig zurück. Besonders auffällig: HSBC Holdings erhöhte seine Alcoa-Position im ersten Quartal um sagenhafte 252,6 Prozent und stockte auf 180.953 Aktien im Wert von 5,4 Millionen US-Dollar auf.
Gleichzeitig reduzierte Northern Trust Corp seine Bestände um 4,8 Prozent, behält aber mit 2,4 Millionen Aktien im Wert von 74 Millionen US-Dollar noch eine beträchtliche Position. Diese gegenläufigen Bewegungen spiegeln die Unsicherheit wider, die derzeit den Aluminium-Sektor prägt.
Strategische Weichenstellungen mit Risiken
Alcoa treibt seine Portfolio-Optimierung voran: Der Verkauf der Beteiligung am Ma’aden-Jointventure wurde erfolgreich abgeschlossen und bringt dem Konzern im dritten Quartal voraussichtlich einen außerordentlichen Gewinn von rund 780 Millionen US-Dollar ein.
Doch nicht alle Projekte laufen nach Plan: Das San Ciprián-Werk in Spanie bereitet weiterhin Kopfzerbrechen. Durch Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme – nun erst für Mitte 2026 geplant – muss Alcoa für 2025 mit einem Nettoverlust von 90 bis 110 Millionen US-Dollar rechnen. Die damit verbundenen operativen Ausgaben werden auf 110 bis 130 Millionen US-Dollar geschätzt.
Dividende als Konstant in unsicheren Zeiten
Inmitten dieser turbulenten Entwicklung setzt Alcoa weiterhin auf die Belohnung seiner Aktionäre. Die jüngste Quartalsdividende von 0,10 US-Dollar pro Aktie wurde planmäßig ausgezahlt. Bei einem aktuellen Kurs ergibt sich eine jährliche Dividendenrendite von etwa 1,3 bis 1,4 Prozent – ein vergleichsweise solider Wert in der zyklischen Rohstoffbranche.
Die Analystengemeinde bleibt jedoch vorsichtig optimistisch. Von dreizehn bewertenden Häusern empfehlen sieben den Kauf, fünf sehen die Aktie als Hold und nur eines rät zum Verkauf. Dieser gemischte Tenor unterstreicht die Zwitterstellung des Unternehmens: solide operativ, aber herausgefordert durch Branchenrisiken.
Kann Alcoa mit seiner Strategie aus Portfoliobereinigung, Dividendenzahlungen und vorsichtiger Expansion langfristig überzeugen? Die Antwort darauf könnte bei den anstehenden Investor-Konferenzen im September deutlicher werden.
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