Die Aktien des Lithium-Produzenten Albemarle haben eine dynamische Rallye hinter sich, die den Kurs kürzlich auf ein neues 52-Wochen-Hoch trieb. Doch am Mittwoch setzten Gewinnmitnahmen ein, obwohl große Finanzinstitute ihre Kursziele teilweise drastisch nach oben korrigierten. Während Analysten auf eine Erholung des Lithiummarktes setzen, warnen andere Stimmen vor den fundamentalen Herausforderungen in der Bilanz.
Optimismus bei den Großbanken
Trotz des jüngsten Rücksetzers dominieren bei den Analysten positive Anpassungen. Besonders bemerkenswert war der Schritt von JPMorgan Chase & Co. am Mittwoch: Die Bank hob ihr Kursziel von 80 auf 195 US-Dollar mehr als deutlich an, beließ die Einstufung jedoch auf „Neutral“. Auch die Investmentfirma Jefferies zeigte sich zuversichtlich und erhöhte das Ziel von 210 auf 230 US-Dollar bei einer Kaufempfehlung („Buy“).
Verantwortlich für diesen Stimmungsumschwung sind vor allem Anzeichen einer Stabilisierung im Lithiumsektor. Experten verweisen auf sich festigende Rohstoffpreise und sinkende Lagerbestände als positive Katalysatoren, die dem gesamten Sektor nach einer langen Durststrecke Auftrieb verleihen.
Gewinnmitnahmen nach Rallye
Dass der Kurs nach diesen Nachrichten dennoch nachgab, erklären Marktbeobachter mit der rasanten Vorwärtsbewegung der letzten Tage. Vor dem Rücksetzer hatte die Albemarle-Aktie eine sechstägige Gewinnserie hingelegt und dabei rund 19 Prozent zugelegt. Dass Anleger auf diesem Niveau Kasse machen, ist eine klassische Marktreaktion. Aktuell notiert das Papier bei 183,25 US-Dollar und damit immer noch knapp 27 Prozent über dem Niveau vom Jahresanfang.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Albemarle?
Nicht alle Experten teilen jedoch den Optimismus der Großbanken. Weiss Ratings stufte das Papier am Mittwoch mit „Sell“ (Rating „D“) ein. Die Analysten dort begründen ihre Skepsis mit fundamentalen Kennzahlen, insbesondere den negativen Gewinnmargen und rückläufigen Umsätzen.
Finanzen im Fokus
Diese unterschiedlichen Einschätzungen spiegeln die gemischten Ergebnisse des dritten Quartals 2025 wider. Albemarle meldete einen Umsatz von rund 1,31 Milliarden US-Dollar. Das war zwar weniger als im Vorjahr, übertraf jedoch die Prognosen der Analysten. Auch der ausgewiesene Verlust von 0,19 US-Dollar pro Aktie fiel deutlich geringer aus als befürchtet, was dem Markt zunächst Erleichterung verschaffte.
Für die weitere Kursentwicklung wird nun entscheidend sein, ob das Unternehmen die operative Wende bestätigen kann. Investoren richten ihren Blick bereits auf die kommenden Zahlen zum vierten Quartal 2025, um zu prüfen, ob die Erholung der Lithiumpreise nachhaltig in der Bilanz ankommt.
Albemarle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Albemarle-Analyse vom 29. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Albemarle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Albemarle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Albemarle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
