Die Albemarle-Aktie geriet am Freitag unter Druck, als eine politische Weichenstellung aus Peking die Erwartungen für den globalen Lithiummarkt veränderte. Die Ankündigung Chinas, Subventionen für Batterieexporte schrittweise abzubauen, stellt Hersteller wie Albemarle vor neue Marktdynamiken.
Die Hintergründe der Kursbewegung
Auslöser war eine Mitteilung des chinesischen Finanzministeriums. Es plant, die Mehrwertsteuer-Rückerstattungen für den Export von Lithium-Ionen-Batterien zu reduzieren und schließlich ganz abzuschaffen. Konkret sollen die Rückvergütungen ab April 2026 von 9% auf 6% sinken und zum 1. Januar 2027 vollständig entfallen.
Diese Politik hat eine doppelte Wirkung. Kurzfristig könnte sie einen Exportvorzieh-Effekt auslösen, da chinesische Hersteller ihre Ausfuhren noch vor der Kürzung der Anreize beschleunigen. Dies trieb die Lithiumpreise an chinesischen Terminbörsen zu Wochenbeginn spürbar nach oben. Langfristig dürfte der Wegfall der Subventionen nicht-chinesische Lithiumlieferanten wie Albemarle wettbewerbsfähiger machen und ihren strategischen Wert in der globalen Lieferkette erhöhen.
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Ein Rücksetzer nach starkem Lauf
Der Kursrückgang markiert eine Pause in der jüngsten Aufwärtsbewegung der Aktie. Zuletzt hatte sich der Titel von seinem Tiefststand im April 2025 deutlich erholt und war von einer wiedererstarkenden Nachfrage aus der Elektrofahrzeug- und Energiespeicherbranche getragen worden. Die nun eingeführte politische Unsicherheit unterstreicht, wie stark regulatorische Entscheidungen, insbesondere aus China, die hochsensiblen Rohstoffmärkte beeinflussen können.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Quartalsbericht. Albemarle wird seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 am 11. Februar 2026 vorlegen. Die Telefonkonferenz des Managements dürfte sich intensiv mit der Einschätzung zu den Auswirkungen der neuen chinesischen Politik auf die Absatz- und Preismodelle des Unternehmens befassen.
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