Aixtron baut eine neue Fabrik in Malaysia und meldet gleichzeitig eine Kursrallye, die selbst wohlgesonnene Analysten nervös macht. Das Halbleiterunternehmen aus Herzogenrath steht damit vor einem klassischen Dilemma: starke operative Nachrichten, aber eine Bewertung, die kaum noch Luft nach oben lässt.
Greenfield-Werk im Penang-Technologiepark
Die Vereinbarung sieht den Bau einer integrierten Produktionsstätte im Bandar Cassia Technology Park vor — rund 8,5 Acres Fläche mit Reinräumen, Bürogebäude und Logistikkapazitäten. Das modulare Design ermöglicht eine schrittweise Erweiterung der Produktion von 100-mm- bis 200-mm-Produkten.
In der ersten Ausbaustufe entstehen etwa 450 Arbeitsplätze, je zur Hälfte in Engineering und F&E sowie in Montage und Fertigung. CEO Felix Grawert traf dazu den Chief Minister von Penang und unterstrich die strategische Bedeutung des Standorts für die MOCVD-Technologie — ein Verfahren, das in KI-Infrastruktur und Elektromobilität gleichermaßen gefragt ist. Das Projekt ist Teil des malaysischen „New Industrial Master Plan 2030″.
Berenberg hebt Kursziel — und stuft trotzdem ab
Analyst Gustav Froberg von Berenberg vollzog eine ungewöhnliche Bewegung: Er hob das Kursziel von 31 auf 42 Euro an, stufte die Aktie aber von „Buy“ auf „Hold“ herab. Der Grund ist schlicht die Kursentwicklung selbst. Seit Jahresbeginn legte das Papier rund 161 Prozent zu — das neue Kursziel liegt damit deutlich unterhalb des aktuellen Kursniveaus von 51,16 Euro, einem frischen 52-Wochen-Hoch.
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Berenberg sieht die Dynamik der KI-Wertschöpfungskette und die wachsende Nachfrage nach Indiumphosphid-Lösungen als bereits vollständig eingepreist. Für 2026 prognostizieren die Analysten einen Optoelektronik-Umsatz von 243 Millionen Euro — eine Verdopplung gegenüber Vorjahresniveau — sowie Gesamterlöse von 567 Millionen Euro bei einem EBIT von 105 Millionen Euro. Das mittelfristige Gewinnpotenzial sei dennoch begrenzt, lautet das Urteil.
Kurs auf Allzeithoch, RSI gibt nach
Die Aktie notiert aktuell auf ihrem 52-Wochen-Hoch und liegt rund 42 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt — ein Hinweis darauf, wie steil die jüngste Bewegung verlaufen ist. Der RSI liegt bei 37,5 und signalisiert damit, dass der Kaufdruck kurzfristig nachlässt, auch wenn der übergeordnete Trend intakt bleibt.
Mit einem KGV von rund 43 für 2027 ist die Bewertung sportlich. Wer auf weiteres Wachstum setzt, braucht Geduld — und die Überzeugung, dass Aixtrons Positionierung in der KI- und EV-Lieferkette mehr wert ist, als der Markt bislang eingepreist hat.
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