Der Anlagenbauer Aixtron navigiert durch eine anspruchsvolle Umbruchphase. Während das abgelaufene Geschäftsjahr von schrumpfenden Gewinnen und einem harten Sparkurs geprägt war, signalisiert ein überraschend starker Auftragseingang eine mögliche Wende. Diese Gegensätze zwingen das Management zu einem schwierigen Spagat zwischen Kostendisziplin und notwendigen Zukunftsinvestitionen in neue Technologien.
Rückläufiges Kerngeschäft und harter Sparkurs
Die Bilanz für 2025 spiegelt ein schwieriges Marktumfeld wider. Der Umsatz sank um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro, während der operative Gewinn um rund ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro nachgab. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die schwache Nachfrage bei Siliziumkarbid-Leistungselektronik, die unter erheblichen Marktüberkapazitäten leidet.
Als Reaktion auf diese Entwicklung setzt die Führungsebene den Rotstift an. Nach einer Reduzierung der Belegschaft um sieben Prozent im vergangenen Jahr folgen Anfang 2026 weitere Stellenstreichungen am Stammsitz Herzogenrath, um Einsparungen im mittleren einstelligen Millionenbereich zu realisieren. Trotz dieser operativen Einschnitte hält das Unternehmen die Dividende dank eines soliden Cashflows und liquider Mittel von 224,6 Millionen Euro stabil bei 15 Cent je Anteilsschein.
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Lasergeschäft als neuer Wachstumstreiber
Einen klaren Kontrast zur schwachen Jahresbilanz liefern die jüngsten Auftragsbücher. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Auftragseingang um 37 Prozent nach oben. Verantwortlich dafür ist primär die steigende Nachfrage nach optischer Datenkommunikation für KI-Rechenzentren. Das Management erwartet, dass sich der Umsatzbeitrag des Optoelektronik-Lasergeschäfts im laufenden Jahr verdoppelt.
Analyst Armin Kremser von der DZ Bank rechnet zudem für die zweite Jahreshälfte 2026 mit steigenden Bestellungen für Galliumnitrid-Anlagen, angetrieben durch den geplanten Hochlauf neuer Nvidia-Architekturen. Dieser Optimismus für das zweite Halbjahr spiegelt sich am Kapitalmarkt wider: Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier bereits ein beachtliches Plus von 66,54 Prozent und ging am Freitag bei 32,60 Euro aus dem Handel.
Konkrete Hürden im Frühjahr
Die Vorschusslorbeeren der Börse erfordern nun fundamentale Belege. Bei einer ambitionierten Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 43 duldet der Markt kaum Enttäuschungen, zumal der für 2026 prognostizierte Umsatzkorridor von rund 520 Millionen Euro eher verhalten ausfällt. Am 30. April präsentiert das Unternehmen den Bericht zum ersten Quartal. An diesem Stichtag müssen die Zahlen beweisen, dass das Wachstum im Lasersegment tatsächlich ausreicht, um die anhaltende Schwäche im Siliziumkarbid-Bereich zügig zu kompensieren.
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