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Aixtron Aktie: Optoelektronik liefert drei Viertel

Aixtron verzeichnet dank KI-getriebener Nachfrage nach optischen Datenverbindungen ein Rekordquartal im Optik-Segment, während die Leistungselektronik schwächelt. Die Aktie stabilisiert sich nach jüngsten Verlusten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Optoelektronik dominiert Auftragseingang
  • Neue Fabrik in Malaysia geplant
  • Aktie erholt sich nach Kursrutsch
  • Analysten bleiben trotz Zielsenkung positiv

Bei Aixtron dreht sich das Geschäft gerade um. Die klassische Leistungselektronik, jahrelang der Wachstumsmotor, kommt kaum vom Fleck. Stattdessen sorgt ein anderes Segment für Rekordaufträge: die Optoelektronik.

Der Grund liegt im KI-Boom. Rechenzentren brauchen immer mehr Bandbreite. Diese Nachfrage treibt den Bedarf an optischen Datenverbindungen – und genau dafür baut Aixtron seine Beschichtungsanlagen.

Optoelektronik übernimmt das Ruder

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres entfielen rund drei Viertel des gesamten Auftragseingangs auf die Optoelektronik. Im Zentrum steht die G10-AsP-Anlagenserie. Sie produziert Komponenten, die Server-Infrastrukturen für den optischen Datentransfer benötigen – eine Technologie, die mit den wachsenden Datenmengen der KI zum Standard wird.

Die Leistungselektronik zeigt dagegen ein gemischtes Bild. Das Segment basiert auf Siliziumkarbid und Galliumnitrid und bedient vor allem Elektromobilität und erneuerbare Energien. Die Erholung der Endmärkte läuft hier langsamer als erwartet, auch wenn die langfristigen Aussichten laut Marktbeobachtern intakt bleiben.

Neue Fabrik in Malaysia

Um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden, baut Aixtron eine neue Fertigungs- und Entwicklungsstätte im malaysischen Penang. Das Werk soll die Produktion flexibler machen und die Nähe zu wichtigen Kunden im asiatischen Halbleiter-Cluster stärken.

Die Finanzierung für solche Projekte hat sich das Unternehmen bereits im Frühjahr über Kapitalmaßnahmen gesichert. Der Ausbau in Malaysia gilt als Signal: Der Vorstand hält trotz kurzfristiger Schwäche in der Leistungselektronik an seinen langfristigen Wachstumszielen fest.

Kurs erholt sich von harter Korrektur

An der Börse zeigt die Aixtron-Aktie erste Anzeichen einer Stabilisierung. Am Montag legte das Papier um 3,24 Prozent zu und schloss bei 37,61 Euro. Das kommt einer heftigen Korrektur der vergangenen 30 Tage, in denen die Aktie fast ein Viertel ihres Werts verlor.

Die Aktie notiert weiterhin gut 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 62,68 Euro aus dem Juni. Der RSI liegt bei 40,3 – ein neutraler Wert, der weder überverkauft noch überhitzt signalisiert.

Analysten bleiben trotz Kurszielsenkung optimistisch

JPMorgan senkte sein Kursziel jüngst auf 60 Euro, bleibt aber bei einer positiven Einstufung. Jefferies sieht im aktuellen Niveau nach der Chip-Sektor-Korrektur eine Einstiegsgelegenheit. Im Markt bewegen sich die Kursziele derzeit zwischen 42 und 60 Euro.

Ende Juli veröffentlicht Aixtron seinen Konzern-Halbjahresbericht. Dann zeigt sich, ob die Dynamik im Optik-Geschäft die Schwäche der Leistungselektronik zahlenmäßig wettmachen kann.

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Diskussion zu Aixtron

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.