Bei Aixtron dreht sich das Geschäft gerade um. Die klassische Leistungselektronik, jahrelang der Wachstumsmotor, kommt kaum vom Fleck. Stattdessen sorgt ein anderes Segment für Rekordaufträge: die Optoelektronik.
Der Grund liegt im KI-Boom. Rechenzentren brauchen immer mehr Bandbreite. Diese Nachfrage treibt den Bedarf an optischen Datenverbindungen – und genau dafür baut Aixtron seine Beschichtungsanlagen.
Optoelektronik übernimmt das Ruder
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres entfielen rund drei Viertel des gesamten Auftragseingangs auf die Optoelektronik. Im Zentrum steht die G10-AsP-Anlagenserie. Sie produziert Komponenten, die Server-Infrastrukturen für den optischen Datentransfer benötigen – eine Technologie, die mit den wachsenden Datenmengen der KI zum Standard wird.
Die Leistungselektronik zeigt dagegen ein gemischtes Bild. Das Segment basiert auf Siliziumkarbid und Galliumnitrid und bedient vor allem Elektromobilität und erneuerbare Energien. Die Erholung der Endmärkte läuft hier langsamer als erwartet, auch wenn die langfristigen Aussichten laut Marktbeobachtern intakt bleiben.
Neue Fabrik in Malaysia
Um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden, baut Aixtron eine neue Fertigungs- und Entwicklungsstätte im malaysischen Penang. Das Werk soll die Produktion flexibler machen und die Nähe zu wichtigen Kunden im asiatischen Halbleiter-Cluster stärken.
Die Finanzierung für solche Projekte hat sich das Unternehmen bereits im Frühjahr über Kapitalmaßnahmen gesichert. Der Ausbau in Malaysia gilt als Signal: Der Vorstand hält trotz kurzfristiger Schwäche in der Leistungselektronik an seinen langfristigen Wachstumszielen fest.
Kurs erholt sich von harter Korrektur
An der Börse zeigt die Aixtron-Aktie erste Anzeichen einer Stabilisierung. Am Montag legte das Papier um 3,24 Prozent zu und schloss bei 37,61 Euro. Das kommt einer heftigen Korrektur der vergangenen 30 Tage, in denen die Aktie fast ein Viertel ihres Werts verlor.
Die Aktie notiert weiterhin gut 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 62,68 Euro aus dem Juni. Der RSI liegt bei 40,3 – ein neutraler Wert, der weder überverkauft noch überhitzt signalisiert.
Analysten bleiben trotz Kurszielsenkung optimistisch
JPMorgan senkte sein Kursziel jüngst auf 60 Euro, bleibt aber bei einer positiven Einstufung. Jefferies sieht im aktuellen Niveau nach der Chip-Sektor-Korrektur eine Einstiegsgelegenheit. Im Markt bewegen sich die Kursziele derzeit zwischen 42 und 60 Euro.
Ende Juli veröffentlicht Aixtron seinen Konzern-Halbjahresbericht. Dann zeigt sich, ob die Dynamik im Optik-Geschäft die Schwäche der Leistungselektronik zahlenmäßig wettmachen kann.
Aixtron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aixtron-Analyse vom 4. August liefert die Antwort:
Die neusten Aixtron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aixtron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Aixtron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
