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Aixtron Aktie: 172 Prozent Plus in zwölf Monaten

Während ASML mit optimistischem Ausblick die Chipbranche begeistert, bleibt Aixtron zurück. Die Aktie verharrt nahe ihrem Wochenschluss und wartet auf eigene Impulse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ASML überrascht mit starkem Quartalsbericht
  • Aixtron verpasst den Branchenaufschwung
  • Eigene Kursziele und Charttechnik im Fokus
  • Halbjahreszahlen als entscheidender Impulsgeber

ASML liefert starke Zahlen. Die halbe europäische Chipbranche jubelt. Nur Aixtron bleibt an der Seitenlinie stehen.

Die Aktie notiert aktuell bei 43,52 Euro und gibt 0,66 Prozent nach. Der Kurs bewegt sich damit fast unverändert zum Dienstagsschluss von 43,81 Euro. Auf Wochensicht steht sogar ein leichtes Plus von 0,97 Prozent zu Buche.

ASML zündet den Kursfeuerwerk – bei anderen

Der niederländische Lithografie-Spezialist ASML hat am Mittwoch mit starken Quartalszahlen überrascht. Der Konzern hebt seinen Jahresausblick deutlich an. Die eigene Aktie legt um 3,9 Prozent zu, das Plus seit Jahresbeginn wächst damit auf 75 Prozent.

Der Effekt strahlt auf weitere deutsche Zulieferer aus. Siltronic, Süss MicroTec, Jenoptik und LPKF profitieren von der Ankündigung. Aixtron dagegen bleibt auffällig ruhig – ein Kontrast, der Marktbeobachtern nicht entgeht.

Bei Infineon fällt die Reaktion sogar negativ aus. Die Aktie verliert 2,3 Prozent und rutscht auf 70,16 Euro ab. Damit hängt der Titel weiter in seiner Handelsspanne fest, nachdem er im Juni mit 88,83 Euro noch ein Zwei-Dekaden-Hoch markiert hatte.

Nicht alle Analysten sehen die ASML-Zahlen unkritisch. Jefferies-Analyst Janardan Menon lobt zwar die „deutliche Anhebung“ der Jahresziele. Er verweist aber auf die geplante Kapazitätssteigerung bei Low-NA-EUV-Systemen für 2027 – die liege unter den Erwartungen der Zulieferer.

Trotz der Unterschiede im Detail bleibt die Jahresbilanz der Branche stark. Elmos legt seit Jahresbeginn 68 Prozent zu, LPKF sogar 215 Prozent.

Aixtron kämpft mit der eigenen Charttechnik

Für Aixtron zählt derzeit weniger die Branchenstimmung als die eigene Kursverfassung. Die Aktie notiert 30,57 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 62,68 Euro vom 18. Juni. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 52,56 Euro fehlen 17,19 Prozent.

Der RSI von 39,3 zeigt keine überkaufte Lage. Das lässt grundsätzlich Erholungsspielraum – vorausgesetzt, unternehmensspezifische Impulse kommen hinzu.

Genau daran hakt es aktuell. Anders als reine EUV-Zulieferer hängt Aixtron stärker an der eigenen Fähigkeit, den prall gefüllten Auftragsbestand in Umsatz umzuwandeln. Diese Frage entscheidet sich erst mit den kommenden Halbjahreszahlen, nicht mit fremden Branchennachrichten.

Der Blick auf die vergangenen zwölf Monate relativiert die aktuelle Schwäche. Aixtron legt in diesem Zeitraum um 172,17 Prozent zu, seit Jahresbeginn bleiben 122,32 Prozent Plus stehen. Die annualisierte Volatilität von 83,67 Prozent zeigt aber auch: Der Titel wird derzeit außergewöhnlich nervös gehandelt.

Die kommenden Halbjahreszahlen dürften zeigen, ob Aixtron den Auftragsbestand tatsächlich in Umsatz ummünzt. Erst dann wird sich zeigen, ob die Aktie zur ASML-Rally aufschließen kann oder ihren eigenen, volatileren Weg weitergeht.

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Diskussion zu Aixtron

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.