Nach einer dreimonatigen Unterbrechung hat der europäische Luftfahrtkonzern Airbus die Auslieferungen seines Langstreckenjets A330neo wieder aufgenommen. Ein technisches Problem am Heck des Flugzeugs hatte die Übergaben seit dem Frühsommer fast vollständig zum Erliegen gebracht.
Wie das Unternehmen am Samstag bestätigte, wurde die Ursache in Form eines vergessenen Werkzeugs identifiziert, das sich in einer Sektion des horizontalen Höhenleitwerks befand.
Dieser Vorfall hatte deutliche Spuren in der Auslieferungsstatistik hinterlassen. Medienberichten zufolge übergab Airbus in den Monaten Juni und Juli keine einzige Maschine des Typs A330neo an Kunden. Im August konnte lediglich ein Flugzeug an Starlux Airlines ausgeliefert werden.
Üblicherweise liegt die monatliche Rate für diesen Flugzeugtyp bei etwa vier Maschinen. Nach der Behebung des Mangels und entsprechenden Inspektionen während des Produktionsprozesses laufen die Handover nun wieder an.
Druck auf die Jahresziele wächst
Trotz dieser kurzzeitigen Produktionsbremse hält Airbus an seinen ambitionierten Zielen für das Gesamtjahr 2026 fest. Das Management bekräftigte bereits vor über einem Monat die Prognose, im laufenden Jahr rund 870 Verkehrsflugzeuge auszuliefern.
Bis Ende Juli wurden insgesamt 418 Maschinen an Kunden übergeben. Um das Jahresziel zu erreichen, muss der Konzern die Schlagzahl in den verbleibenden Monaten deutlich erhöhen. Allein im Juli lieferte Airbus 67 Flugzeuge aus, was die grundsätzliche Kapazität zur Beschleunigung unterstreicht.
Das bereinigte EBIT für das laufende Jahr wird weiterhin bei etwa 7,5 Milliarden Euro erwartet. Für zusätzliche Stabilität soll ein vor über einem Monat genehmigtes Aktienrückkaufprogramm sorgen. Dieses sieht vor, über einen Zeitraum von drei Jahren eigene Anteile im Wert von 5 Milliarden Euro zurückzuwerben.
Finanzielle Basis für langfristiges Wachstum
Die operativen Kennzahlen des ersten Halbjahres stützen den Kurs des Managements. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 12 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT belief sich auf 2,7 Milliarden Euro, während das Nettoergebnis 2,24 Milliarden Euro erreichte.
Diese Zahlen verdeutlichen die robuste Verfassung des Konzerns, der langfristig bis zum Jahr 2029 ein bereinigtes EBIT zwischen 12 und 13 Milliarden Euro anstrebt.
An der Börse reagierte das Papier zuletzt stabil. Die Aktie schloss am Freitag bei 198,90 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 221,25 Euro ist die Notierung derzeit rund 10 Prozent entfernt.
Mit der Lösung der Qualitätsprobleme beim A330neo fällt eine operative Hürde weg, die den Fokus der Anleger nun wieder verstärkt auf den anstehenden Auslieferungsendspurt im vierten Quartal lenken dürfte.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 7. September liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
