Airbus hat im Juli seinen Auftragsschub aus dem ersten Halbjahr fortgesetzt. Der Flugzeughersteller meldete für den Monat 204 Bruttobestellungen im Zivilflugzeuggeschäft und 67 Auslieferungen. Damit stehen für das laufende Jahr bislang 1.090 Bruttoaufträge und 418 gelieferte Maschinen in den Büchern. Am Jahresziel von rund 870 Auslieferungen hält das Unternehmen weiterhin fest.
Großkunden aus aller Welt bestellen Schmalrumpf- und Großraumjets
Den Löwenanteil der Juli-Bestellungen sicherte sich der Leasingriese SMBC Aviation Capital mit einem Auftrag über 100 Maschinen der A320neo-Familie, aufgeteilt in 35 A320neo und 65 A321neo. Laut Reuters wurde der Vertrag offiziell im Juli-Orderbuch des Herstellers verbucht. Hainan Airlines bestellte 40 Schmalrumpfjets, davon 27 A320neo und 13 A321neo. China Eastern Airlines entschied sich für 25 Großraumflugzeuge des Typs A330-900, während die saudische Billigfliegerin flynas 25 Maschinen orderte – 20 A321neo sowie fünf A330-900. Riyadh Air erweiterte sein Orderbuch zusätzlich um sechs Langstreckenjets vom Typ A350-1000.
Lieferziel bleibt ambitioniert, Backlog wächst weiter
Mit 418 Auslieferungen nach sieben Monaten liegt Airbus deutlich unter der Hälfte des Jahresziels von rund 870 Maschinen – die zweite Jahreshälfte muss also deutlich mehr Tempo bringen als die erste. Das Orderbuch selbst wächst dagegen ungebremst: Ende Juni verzeichnete Airbus einen Gesamtbestand von 9.222 Zivilflugzeugen, nachdem im ersten Halbjahr netto 821 neue Bestellungen hinzukamen. Diese Diskrepanz zwischen Auftragseingang und Fertigungstempo bleibt der zentrale Belastungsfaktor für Anleger, die auf eine reibungslose Umsetzung des Hochlaufs setzen.
Solide Halbjahresbilanz stützt langfristige Ziele
Auf der Ergebnisseite präsentierte Airbus am 29. Juli robuste Zahlen für das erste Halbjahr: Der Konzernumsatz stieg um 12 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT lag bei 2,7 Milliarden Euro und der Nettogewinn bei 2,24 Milliarden Euro. Die Jahresprognose von rund 7,5 Milliarden Euro bereinigtem EBIT für 2026 bestätigte der Konzern unverändert. Bereits eine Woche zuvor, am 21. Juli, hatte das Management eine neue Mittelfristperspektive vorgelegt: Bis 2029 soll das bereinigte EBIT auf 12 bis 13 Milliarden Euro steigen. Der Aufsichtsrat billigte zugleich ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Euro, das über drei Jahre laufen soll.
BlackRock stockt auf, britische Behörde verhängt Bußgeld
Parallel zur operativen Entwicklung meldete BlackRock am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung, seinen Anteil an Airbus auf 5,96 Prozent der Stimmrechte ausgebaut zu haben. Eine deutlich unangenehmere Nachricht kam Ende Juli aus Großbritannien: Die britische Steuer- und Zollbehörde HMRC verhängte gegen Airbus ein Bußgeld von 6,4 Millionen Pfund. Grund war ein Verstoß gegen britische Exportkontrollvorschriften im Zusammenhang mit dem Transfer sensibler Technologie – den Verstoß hatte der Konzern laut Berichten selbst offengelegt.
Kursbild bleibt freundlich
Die Airbus-Aktie schloss am Freitag bei 214,05 Euro und liegt damit binnen 30 Tagen um 7,78 Prozent im Plus. Zum 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro, das am 13. Januar erreicht wurde, fehlen der Aktie derzeit 3,25 Prozent. Die nächste Standortbestimmung liefert Airbus am 28. Oktober mit den Neun-Monats-Zahlen – dann dürfte sich zeigen, ob der Konzern seinen Rückstand bei den Auslieferungen bis zum Jahresende aufholen kann.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 8. August liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
