Im Mai hat Airbus 81 Flugzeuge ausgeliefert — 59 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und deutlich mehr als die 67 Maschinen aus dem April. Seit Jahresbeginn stehen damit 262 Auslieferungen zu Buche. Ein starkes Signal auf dem Weg zum Jahresziel von 870 Maschinen. Das Bild ist allerdings nicht ganz wolkenlos.
Verzögerungen beim A321neo
Parallel zu den starken Auslieferungszahlen informiert Airbus einzelne Kunden über Verzögerungen bei A320neo-Jets, die für 2027 und 2028 eingeplant sind. Am stärksten betroffen ist der A321neo — die längste und meistgefragte Variante der A320-Familie. Die betroffenen Kunden sollen mit Verspätungen von einigen Monaten rechnen müssen. Angesichts einer boomenden Nachfrage nach Flugzeugen ist das für betroffene Airlines kein angenehmes Signal — auch wenn es keine Stornierungswelle auslöst.
Die Ursachen der Lieferprobleme beim A321neo sind vielfältig: Engpässe in der Lieferkette und bei Triebwerken treffen die gesamte Branche. Airbus ist damit nicht allein, steht aber durch seine Marktführerschaft stärker im Blickfeld.
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Aufträge und Analysten bleiben konstruktiv
Auf der Nachfrageseite läuft es gut. Nach Stornierungen verzeichnet Airbus in diesem Jahr bisher 762 Nettobestellungen. Singapore Airlines führt aktuell Gespräche mit Airbus und Boeing über den Kauf von mindestens 50 Großraumflugzeugen — ein Auftrag, der Airbus zugutekommen könnte.
Die Bank of America bekräftigt ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel leicht auf 258 Euro an. Das geplante Business-Update am 21. Juli gilt als nächster wichtiger Termin: Dann dürfte Airbus Klarheit darüber geben, wie realistisch das Jahresziel von 870 Auslieferungen trotz der Lieferverzögerungen im Langstreckenbereich noch ist.
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