Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Airbus Aktie: Raumfahrt glänzt, Boden fehlt
Symbolbild, KI-generiert

Airbus Aktie: Raumfahrt glänzt, Boden fehlt

Während das Orion-Raumschiff mit Airbus-Technik zum Mond fliegt, belasten schwache Auslieferungen, Triebwerksprobleme und steigende Rohstoffkosten den Konzern und den Aktienkurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erfolgreicher Start der bemannten Artemis-II-Mondmission
  • Schwache Flugzeugauslieferungen gefährden Jahresziel
  • Lieferstreitigkeiten mit Pratt & Whitney bremsen Produktion
  • Aktienkurs deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt

Airbus schreibt gerade Raumfahrtgeschichte — und kämpft gleichzeitig mit handfesten Problemen auf der Erde. Während die Artemis-II-Mission die technologische Kompetenz des Konzerns unter Beweis stellt, drücken Lieferrückstände, steigende Rohstoffkosten und Triebwerksprobleme auf den Kurs.

Artemis II: Airbus-Technik auf dem Weg zum Mond

Seit dem Start am 1. April befindet sich das Orion-Raumschiff „Integrity“ auf dem Weg zum Mond — angetrieben vom European Service Module ESM-2, das Airbus Defence and Space entwickelt und gebaut hat. Das Modul liefert Antrieb, Energie und Thermalkontrolle für die vierköpfige Besatzung. Alle Systeme, einschließlich der vier rund sieben Meter langen Solarflügel, arbeiten laut Branchenberichten innerhalb der erwarteten Parameter. Es ist der erste bemannte Mondflug seit mehr als 50 Jahren — ein Prestigeerfolg für die Raumfahrtsparte.

Schwache Lieferzahlen belasten das Bild

An den Märkten zählt derzeit weniger die Raumfahrt als die Entwicklung im Kerngeschäft. Die Airbus-Aktie hat seit ihrem Jahreshoch von rund 220 Euro etwa 27 Prozent verloren und notiert aktuell nahe 40 Euro — deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts.

Die Gründe sind konkret: Im März 2026 lieferte Airbus schätzungsweise 54 Flugzeuge aus — zu wenig angesichts des Jahresziels von 870 Maschinen. Anhaltende Lieferstreitigkeiten mit Triebwerkshersteller Pratt & Whitney bremsen die Produktion der A320neo- und A220-Familien. Hinzu kommen gestiegene Aluminiumpreise infolge geopolitischer Spannungen, die die Inputkosten spürbar erhöhen. Technisch hat sich Mitte März zudem ein sogenanntes „Death Cross“ gebildet — ein Signal, das Chartanalysten als weiteres Warnsignal werten.

Etwas Gegengewicht liefert eine Meldung aus Bangladesch: Die staatliche Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines prüft, Airbus-Maschinen zu leasen, um eine fünfjährige Lieferlücke bei Boeing zu überbrücken. Für Airbus wäre das ein Einstieg in einen wachsenden südostasiatischen Markt.

Hauptversammlung als nächster Prüfstein

Die Bank of America hat ihr Kursziel zuletzt auf 255 Euro angepasst — mit positivem Grundton, aber unter dem Vorbehalt stabiler Produktionsflüsse und nachlassender Rohstoffpreise. Ob dieser Ausblick trägt, wird sich auf der Hauptversammlung am 14. April zeigen, auf der das Management konkret zu den Lieferengpässen und steigenden Materialkosten Stellung nehmen muss.

Anzeige

Stand heute, 21. Oktober: Airbus – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Airbus investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 21. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Airbus: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Airbus

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/