Der weltgrößte Flugzeugleasinggeber AerCap ordert 100 Maschinen der A320neo-Familie bei Airbus. Das geschätzte Volumen von elf Milliarden US-Dollar unterstreicht die anhaltend hohe Nachfrage nach den Kurz- und Mittelstreckenjets der Europäer. Hinter den Kulissen wachsen jedoch die Zweifel, ob der Konzern seine ehrgeizigen Auslieferungsziele für das laufende Jahr 2026 angesichts logistischer Hürden überhaupt noch erreichen kann.
Milliarden-Deal mit strategischem Hintergrund
Die am 18. März verkündete Vereinbarung umfasst 23 A320neo und 77 der größeren A321neo. Dieser deutliche Überhang der längeren Variante spiegelt den aktuellen Branchentrend wider: Fluggesellschaften setzen zunehmend auf größere Maschinen, um die Effizienz pro Sitzplatz auf stark frequentierten Routen zu maximieren. Die Auslieferungen der neuen Jets sind für die Jahre 2028 bis 2034 geplant.
Der Auftrag ist eng mit der US-Fluggesellschaft Frontier Airlines verknüpft. Diese gibt im Rahmen einer Flottenoptimierung 24 A320neo vorzeitig an AerCap zurück. Durch diesen Schritt kann der Ultra-Low-Cost-Carrier Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar abbauen.
Produktion hinkt den Zielen hinterher
Während die Auftragsbücher mit einem Bestand von 8.770 Verkehrsflugzeugen für mehr als zehn Jahre gefüllt sind, bereitet die kurzfristige Umsetzung Sorgen. Bis Mitte März übergab Airbus lediglich 94 Jets an seine Kunden – das entspricht mageren 6,2 Prozent des Jahresziels von 870 Maschinen.
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Der Hersteller hat im gleichen Zeitraum bereits 141 Flugzeuge produziert. Diese Differenz zwischen Produktion und Auslieferung deutet auf deutliche Engpässe in der Endfertigung hin. Neben Problemen mit Rumpfteilen für die A320neo-Familie verzögern aktuell vor allem fehlende LEAP-Triebwerke die Übergabe der fertigen Jets an die Kunden. Die schwache Startphase führt dazu, dass der US-Konkurrent Boeing im bisherigen Jahresverlauf fast doppelt so viele Flugzeuge ausliefern konnte.
Blick auf die anstehende Hauptversammlung
Die schleppende Auslieferungsrate spiegelt sich in der jüngsten Kursentwicklung wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Rückgang von 17,55 Prozent und notiert mit einem RSI von 10,9 im stark überverkauften Bereich.
Auf der kommenden Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam wird sich das Management diesen operativen Herausforderungen stellen müssen. Neben der Abstimmung über die vorgeschlagene Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr rückt die Jahresprognose in den Fokus. Um das anvisierte bereinigte EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro für 2026 abzusichern, muss Airbus die Schlagzahl bei den Auslieferungen in den kommenden Monaten signifikant erhöhen.
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