Mit der Eröffnung eines zusammengelegten Standorts in El Puerto de Santa María stellt Airbus seine Fertigung im spanischen Cádiz neu auf. Der Luft- und Raumfahrtkonzern führt an dem Standort 750 Beschäftigte zusammen. Ziel der Zusammenlegung ist es, die Effizienz in der Fertigung der zivilen Modellreihen A320, A330 und A350 sowie im militärischen Bereich spürbar zu verbessern.
Die Aktie des europäischen Flugzeugbauers gab heute um 0,6 Prozent nach und notierte bei 187,18 Euro.
Hohe Taktzahlen bei zivilen Modellreihen geplant
Das Werk in Südspanien übernimmt eine feste Rolle in den mittelfristigen Ratenplänen des Konzerns. Airbus bekräftigte dort seine Ausbauziele für die kommenden Jahre. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen, monatlich Bauteile für 75 Flugzeuge der viel gefragten A320-Familie zu liefern.
Auch für die Großraumflugzeuge sind die Zielmarken definiert. Im Jahr 2028 soll der Standort Komponenten für monatlich zwölf Langstreckenjets des Typs A350 bereitstellen. Für die A330-Reihe ist ab dem Jahr 2029 eine monatliche Auslieferung von fünf Einheiten vorgesehen.
Die Konzentration auf einen einzigen Standort soll Reibungsverluste minimieren und die Kostenstruktur in Spanien glätten. Für Airbus kommt es bei den weltweiten Hochläufen vor allem darauf an, Verzögerungen in den teils stark belasteten Zulieferketten zu vermeiden.
Forschungsprojekt zum autonomen Rollen abgeschlossen
Neben den industriellen Abläufen treibt der Flugzeugbauer auch die technologische Weiterentwicklung voran. Nach dreijähriger Laufzeit schloss Airbus das Forschungsprogramm Optimate ab. Bei diesem Projekt ging es um automatisierte Rollvorgänge am Boden, die den Flugbetrieb auf Flughäfen effizienter gestalten sollen.
Die Testphase umfasste 30 Flugstunden mit einem Flugzeug des Typs A350 am Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Einen Zeitplan für eine kommerzielle Einführung dieser Technologie nannte Airbus bislang nicht.
Finanztermine und Führungswechsel im Blick
Kapitalseitig meldete der Konzern jüngst den Abschluss von Transaktionen seines laufenden Aktienrückkaufprogramms. Im Zeitraum vom 28. September bis zum 2. Oktober 2026 erwarb das Unternehmen insgesamt 973.929 eigene Aktien. Zudem hatte Airbus zum Monatsbeginn personelle Weichen im Verwaltungsrat gestellt, an dessen Spitze Amparo Moraleda rückte.
Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den weiteren Finanzkalender. Am 14. Oktober plant Airbus eine Vorab-Kommunikation zum dritten Quartal. Die vollständigen Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2026 wird der Konzern am 28. Oktober veröffentlichen.
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