Auf der Dubai Air Show gelang Airbus am Dienstag ein bemerkenswerter Coup: Gleich zwei Airlines, die bisher ausschließlich auf Boeing setzten, unterzeichneten Vorverträge für insgesamt bis zu 190 Airbus-Maschinen. Flydubai orderte 150 Mittelstreckenjets vom Typ A321neo, während Air Europa bis zu 40 Langstreckenjets vom Typ A350-900 bestellte. Doch was sagt der Kapitalmarkt zu diesen Erfolgen?
Die Börse zeigte sich zunächst unbeeindruckt. Im XETRA-Handel fiel die Airbus-Aktie zeitweise auf 204,35 Euro – ein Minus von 1,33 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Offenbar reichten die Aufträge nicht aus, um die Investoren zu überzeugen.
Großauftrag bleibt aus
Dabei waren die Nachrichten aus Dubai durchaus bemerkenswert. Neben Flydubai und Air Europa sicherte sich auch Etihad 13 Großraum-Passagierjets der Typen A330neo und A350-1000 sowie drei A350F-Frachter. Ethiopian Airlines bestellte weitere sechs A350-900.
Doch der erhoffte Durchbruch blieb aus. Emirates-Chef Tim Clark erteilte dem A350-1000 eine klare Absage. Seine Begründung: Die Triebwerke erfüllten seine Anforderungen nicht. Bereits vor zwei Jahren hatte Clark die Antriebe als zu wartungsintensiv kritisiert und den Hersteller Rolls-Royce öffentlich gerügt. Stattdessen orderte Emirates am Montag bei Boeing weitere 65 Großraumjets vom Typ 777X – trotz sieben Jahren Verspätung bei diesem Modell.
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Boeing kontert erfolgreich
Die 777X sollte erstmals Ende 2020 ausgeliefert werden. Nun verschiebt sich die Markteinführung bis 2027. Emirates, die bereits 205 Maschinen dieser Serie geordert hatte, erhält ihre erste 777X voraussichtlich im zweiten Quartal 2027. Der Jet ist Boeings größtes Modell, nachdem der Konzern die Produktion der legendären 747 mangels Nachfrage eingestellt hat.
Für Airbus bedeutet der Flydubai-Deal dennoch einen strategischen Erfolg. Der A321neo ist die gefragteste Variante in der A320-Familie und bietet mehr Sitzplätze als die Standardversion. Mit der A321XLR hat Airbus zudem eine Langstreckenvariante im Programm, die neue Märkte erschließt.
Die Aktie konnte von den Großaufträgen jedenfalls nicht profitieren. Anleger scheinen auf den großen Wurf mit Emirates gehofft zu haben – und wurden enttäuscht.
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