Ausgerechnet jetzt, wo Airbus ehrgeizige Auslieferungsziele für 2026 verfolgt, schiebt sich der US-Rivale Boeing wieder in den Vordergrund. Im Januar und Februar lieferte Boeing insgesamt 97 Maschinen aus – fast doppelt so viele wie Airbus mit 54 Jets im gleichen Zeitraum. Was steckt hinter dieser Verschiebung?
Boeing profitiert von einer operativen Erholung, die sich lange hinausgezögert hatte. Jahrelange Krisen – tödliche Abstürze, Produktionsmängel, FAA-Aufsicht – hatten den US-Konzern weit zurückgeworfen. Allein im Februar übergab Boeing 51 Maschinen an Kunden, so viele wie zuletzt im Februar 2017. Das ist ein bemerkenswertes Tempo.
Airbus hingegen lieferte im Februar lediglich 35 Flugzeuge aus, darunter neun vom Typ A320neo und 31 A321neo. Das reichte nicht, um mit dem Rivalen mitzuhalten – und blieb offenbar auch hinter den Erwartungen von Analysten zurück.
Satellit und China als Joker
Das operative Bild ist allerdings nicht das einzige, was Anleger derzeit beschäftigt. Airbus könnte über eine strategische Allianz mit Rheinmetall und OHB ein milliardenschweres Rüstungsprojekt an Land ziehen. Ziel ist der Aufbau eines souveränen Satellitennetzwerks für die Bundeswehr, das die Abhängigkeit von US-Anbietern reduzieren soll. Das mögliche Auftragsvolumen wird auf bis zu 10 Milliarden Euro geschätzt.
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Dazu kommt ein potenzieller Großauftrag aus China: Marktbeobachter rechnen mit einer Bestellung von bis zu 120 zusätzlichen Flugzeugen durch die chinesische Regierung. Details wurden bislang nicht veröffentlicht.
Chartbild unter Druck
Trotz dieser positiven Impulse zeigt die Aktie kurzfristig Schwäche. Mit einem Minus von rund 5,3 Prozent in den vergangenen vier Wochen notiert der Titel bei 174,40 Euro – unterhalb wichtiger gleitender Durchschnitte. Solange diese Marken nicht zurückerobert werden, bleibt der technische Ausblick angespannt.
Airbus-Chef Guillaume Faury hat für 2026 das Ziel von 870 ausgelieferten Maschinen ausgegeben. Nach einem schwachen Jahresstart bleibt der Konzern gefordert, das Tempo merklich zu erhöhen – zumal Boeing zeigt, dass ein Comeback aus der Krise möglich ist.
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