Airbus und Air France haben am 28. Oktober das Gemeinschaftsunternehmen Alpha Component Solutions gegründet. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent; das gemeinsam mit Air France-KLM betriebene Unternehmen übernimmt die Komponentenbetreuung für A350-Flugzeuge.
Servicegeschäft mit vertraglicher Basis
Nach Angaben von Airbus decken die Verträge des Gemeinschaftsunternehmens mehr als 500 Flugzeuge ab. Damit verfügt Alpha Component Solutions bereits zum Start über eine vertraglich gesicherte Basis für die Komponentenbetreuung.
Auch bei digitalen Dienstleistungen erweitert Airbus sein Angebot. Die zum Konzern gehörende Gesellschaft Skywise nahm am Montag zusätzliche Produkte für die Flugausbildung in ihr Portfolio auf. Dazu gehören MATe Suite, Virtual Procedure Trainer und Flight eLearning. Die Erweiterung umfasst damit mehrere digitale Ausbildungsangebote von Airbus.
Finanzziele und zusätzliche Aufträge
Am 28. Oktober meldete Airbus für die ersten neun Monate 2026 einen Umsatz von 50,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 4,5 Milliarden Euro.
Zugleich bestätigte der Konzern seine Jahresprognose. Airbus strebt rund 870 Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen und ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 7,5 Milliarden Euro an. Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierungen soll rund 4,5 Milliarden Euro erreichen.
Neben dem Ausbau der Dienstleistungen meldete Airbus zusätzliche Bestellungen aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern. Die Europäische Weltraumorganisation ESA vergab am 27. Oktober einen Auftrag über zwei weitere Galileo-Satelliten der zweiten Generation. Diese ergänzen eine bestehende Bestellung über sechs Satelliten.
Ebenfalls am 27. Oktober unterzeichnete Atlantic Airways einen Festauftrag für zwei A320neo. Boston MedFlight bestellte am selben Tag drei H145-Hubschrauber bei Airbus Helicopters. Damit stieg die Gesamtzahl seiner H145-Käufe nach Unternehmensangaben auf zwölf.
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