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Symbolbild, KI-generiert

Airbus Aktie: A320 von Air India verlor 91 Meter

Airbus entsendet Techniker zur Untersuchung eines Höhenverlusts eines A320 von Air India. Die Aktie zeigt sich trotz des Vorfalls stabil und notiert nahe ihrem Jahreshoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Airbus unterstützt Ermittlungen nach Zwischenfall
  • A320 verlor abrupt 300 Fuß Höhe
  • Zwölf Personen erlitten Verletzungen
  • Airbus-Aktie bleibt nahe Jahreshoch

Airbus hat gestern bestätigt, dass der Flugzeugbauer technische Spezialisten zur Untersuchung eines Zwischenfalls bei Air India entsendet. Betroffen ist ein A320 der indischen Fluggesellschaft, der auf dem Flug von Phuket nach Delhi am 4. August 2026 im Reiseflug abrupt an Höhe verlor. Die indische Flugunfallbehörde AAIB ermittelt, unterstützt von Airbus und der französischen Untersuchungsbehörde BEA.

Plötzlicher Höhenverlust über Thailand

Die Maschine mit dem Kennzeichen VT-EXO verlor nach Airbus-Angaben rund 300 Fuß, etwa 91 Meter, ehe die Besatzung die Kontrolle zurückgewann und sicher in Delhi landete. Zwölf Menschen wurden verletzt, acht Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. An Bord befanden sich insgesamt 137 Passagiere und acht Crewmitglieder.

Drogentest des Kapitäns, Flugschreiber gesichert

Die Ermittler haben die Flugschreiber gesichert und werten sie derzeit aus. Parallel läuft ein Bestätigungstest, nachdem ein erstes Drogenscreening des Kapitäns nicht negativ ausgefallen war. Indische Medien berichten übereinstimmend, dass beide Piloten vorsorglich vom Dienst suspendiert wurden, während die AAIB sowohl technische Ursachen als auch das Verhalten der Besatzung prüft.

Als mögliche Auslöser werden unter anderem eine hydraulische Störung, eine Abschaltung des Autopiloten und eine Überziehwarnung diskutiert – bestätigt ist bislang nichts. Airbus stellt seine Techniker den Ermittlern zur Verfügung, eine eigene Ursachenbewertung hat der Hersteller nicht veröffentlicht.

Lieferungen im Juli schwächer, Auftragseingang zieht an

Der Zwischenfall trifft Airbus in einer Phase mit gemischten operativen Signalen. Die Auslieferungen im Juli fielen langsamer aus, während der Auftragseingang zulegte. Zugleich zog die Aktie im Umfeld der Halbjahreszahlen der französischen Luftfahrt- und Rüstungswerte Thales, Dassault und Safran am Leitindex CAC 40 an – Airbus gehörte an diesem Handelstag zu den stärkeren Titeln der Branche.

Kurs bleibt in Reichweite des Jahreshochs

An der Börse hat der jüngste Nachrichtenfluss dem Kurs bislang nicht spürbar geschadet. Airbus schloss am Montag bei 213,60 Euro, ein moderates Minus von 0,21 Prozent. Zum im Januar erreichten 52-Wochen-Hoch fehlen der Aktie nur noch 3,46 Prozent – ein Hinweis darauf, dass Anleger den Vorfall bislang nicht als Belastung für das operative Geschäft werten.

Für Anleger bleibt die A320-Untersuchung zunächst ein Randthema ohne unmittelbare finanzielle Konsequenz, solange die Ursache nicht auf einen systemischen technischen Fehler des Musters zurückgeführt wird. Bis die AAIB erste Ergebnisse aus der Auswertung der Flugschreiber vorlegt, bleibt der Fall offen – Airbus liefert dabei technische Expertise, ohne selbst Partei der Ermittlung zu sein.

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