Eine Schweizer Großbank setzt ein klares Signal: Union Bancaire Privee UBP hat ihr Engagement bei Agnico Eagle massiv ausgebaut. Der Bestand stieg um 226,5 Prozent. Rund 19.454 Aktien halten die Genfer mittlerweile, der Wert liegt bei knapp 3,95 Millionen Dollar.
UBP folgt damit einem breiteren Trend. Auch Norges Bank und Capital World Investors haben ihre Positionen zuletzt aufgestockt. Die institutionelle Nachfrage nach dem Goldproduzenten wächst spürbar.
Starke Zahlen als Fundament
Der Vertrauensvorschuss der Profi-Anleger ist kein Zufall. Agnico Eagle hatte zuletzt mit soliden Quartalszahlen überzeugt. Der Gewinn je Aktie lag bei 3,40 Dollar und damit 0,21 Dollar über den Analystenerwartungen. Der Umsatz kletterte auf vier Milliarden Dollar – ein Plus von 66,1 Prozent zum Vorjahresquartal.
Die operative Effizienz bleibt ein zentrales Argument für Investoren. Die Produktion soll im Gesamtjahr zwischen 3,3 und 3,5 Millionen Unzen Gold liegen. Die sogenannten All-in-sustaining-Kosten beziffert das Management auf 1.400 bis 1.550 Dollar je Unze.
Moderate Kaufempfehlung
Die Analystengemeinde zeigt sich zuversichtlich. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 236 Dollar – deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Die Einstufung lautet mehrheitlich „Moderate Buy“.
Selbst in einer Phase der Konsolidierung am Goldmarkt gilt Agnico als einer der Favoriten im Bergbausektor. Gold notiert derzeit zwischen 4.000 und 4.100 Dollar je Feinunze. Agnicos hochwertige Minen und die Fähigkeit, auch bei schwankenden Edelmetallpreisen stabile Margen zu erzielen, überzeugen die Analysten.
Technische Gemengelage
Agnico Eagle schloss am Freitag bei 138,55 Euro, das entspricht einem Plus von 0,84 Prozent. Auf Monatssicht gab der Kurs jedoch um knapp acht Prozent nach. Bemerkenswert: Der RSI liegt bei 42,2 Punkten und damit nahe der überverkauften Zone. Zugleich notiert die Aktie gut zehn Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 154,48 Euro.
Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von fast 32 Prozent zu Buche. Der Abstand zum Rekordhoch von 223,80 Euro aus dem März beträgt allerdings satte 38 Prozent. Das KGV liegt mit 14,78 im moderaten Bereich.
Ob die jüngste Kaufwelle institutioneller Anleger dem Kurs einen Boden gibt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Für den Moment spricht die Fundamentalstory – steigende Produktion bei disziplinierten Kosten, starke Bilanzen und ein Goldpreis, der sich über der 4.000-Dollar-Marke stabilisiert hat – klar für die Aktie. Dass eine renommierte Schweizer Großbank ihre Position mehr als verdreifacht, untermauert diese Einschätzung.
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