Startseite » Erneuerbare Energien » AES Aktie: Milliarden-Übernahme besiegelt
Symbolbild, KI-generiert

AES Aktie: Milliarden-Übernahme besiegelt

Ein Konsortium um BlackRock und EQT will den US-Energieversorger AES für über 33 Mrd. Dollar kaufen und von der Börse nehmen. Trotz guter Quartalszahlen gibt es politische Widerstände.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Konsortium plant Übernahme für rund 33,4 Mrd. Dollar
  • AES soll vollständig von der Börse genommen werden
  • Quartalsergebnisse übertrafen Analystenerwartungen
  • Politische Bedenken und Drohungen erschweren Prozess

Der US-Energieversorger AES steht vor einem radikalen Umbruch. Ein mächtiges Konsortium unter Führung von BlackRock und EQT plant, das Unternehmen für Milliarden zu kaufen und vollständig von der Börse zu nehmen. Während die operativen Geschäfte zuletzt die Erwartungen übertrafen, sorgen politische Widerstände und Sicherheitsbedenken bereits für erste Turbulenzen im Übernahmeprozess.

Strategischer Rückzug von der Börse

Die Eckdaten des Deals sind gewaltig: Das Konsortium bewertet das Eigenkapital von AES mit rund 10,7 Milliarden US-Dollar. Inklusive der übernommenen Schulden beläuft sich der gesamte Unternehmenswert auf zirka 33,4 Milliarden US-Dollar. Ziel der Käufer ist es, AES in ein privates Unternehmen umzuwandeln, womit die Notierung an der New York Stock Exchange enden würde.

Allerdings ist der Weg bis zum geplanten Abschluss Ende 2026 oder Anfang 2027 steinig. In Indiana mussten bereits Informationsveranstaltungen aufgrund von Drohungen in sozialen Netzwerken abgesagt werden. Zudem regt sich politischer Widerstand: Der dortige Landesschatzmeister Daniel Elliott äußerte Bedenken hinsichtlich der Beteiligung internationaler Geldgeber wie der Qatar Investment Authority am Käuferkonsortium.

Starke Zahlen, gedämpfte Erwartungen

Operativ präsentierte sich AES zuletzt in Bestform. Die am 2. März veröffentlichten Quartalszahlen lagen mit einem Gewinn je Aktie von 0,81 US-Dollar deutlich über der Analystenschätzung von 0,68 US-Dollar. Auch der Umsatz übertraf mit 3,10 Milliarden US-Dollar die Prognosen leicht.

Trotz dieser positiven operativen Entwicklung reagierte der Markt verhalten. Die Experten von Mizuho senkten ihr Rating unmittelbar nach Bekanntgabe der Übernahmepläne von „Outperform“ auf „Neutral“. Solche Herabstufungen sind bei bevorstehenden Übernahmen üblich, da der gebotene Kaufpreis das Kurspotenzial nach oben meist begrenzt. Mit einem Kursminus von rund elf Prozent in den letzten sieben Tagen und einem RSI von 30,5 zeigt die Aktie derzeit eine technisch überverkaufte Tendenz.

Fokus auf Infrastruktur und Energie

Hinter der Übernahme steht ein breiterer Trend im Versorgungssektor. Getrieben durch den massiven Energiebedarf für neue KI-Infrastrukturen fließt derzeit viel Kapital in Stromerzeuger und Energienetze. Für die verbleibenden Aktionäre bleibt die Dividende vorerst eine Konstante: Die nächste Ausschüttung in Höhe von 0,176 US-Dollar pro Quartal ist für den 15. Mai terminiert. Der Fokus richtet sich nun auf die regulatorischen Hürden in den USA, die über den Erfolg des Milliardengeschäfts entscheiden werden.

  • Schlusskurs Gestern (Mittwoch): 12,27 €
  • Change 7 Tage: -10,85%
Anzeige

AES-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AES-Analyse vom 19. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten AES-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AES-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AES: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu AES

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/