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Symbolbild, KI-generiert

AeroVironment Aktie: Wende nach Ausverkauf

Ein neuer Großauftrag des Pentagons und eine verbesserte Analysteneinschätzung von Raymond James geben der Aktie von AeroVironment nach deutlichen Verlusten neuen Auftrieb.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer Armee-Vertrag über 117 Millionen US-Dollar
  • Analysten heben Einstufung auf 'Market Perform'
  • Aktie war zuvor um fast 20 Prozent gefallen
  • Unternehmen hält an Gewinnprognose für 2026 fest

Nach einem wochenlangen Abwärtstrend sendet der US-Rüstungskonzern AeroVironment wieder Lebenszeichen. Ein lukrativer Großauftrag der US-Armee und eine positivere Einschätzung der Analysten von Raymond James sorgen für frischen Wind. Die Kombination aus neuen Drohnen-Bestellungen und einer gesunkenen Bewertung lockt offenbar erste Käufer zurück.

Millionenauftrag vom Pentagon

Maßgeblich für die jüngste Erholung ist ein neuer Vertrag mit der US-Armee über 117 Millionen US-Dollar. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von Aufklärungsdrohnen des Typs P550, die eine zentrale Rolle in der taktischen Ausrichtung des Militärs spielen. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen einen kleineren Auftrag für seine Red-Dragon-Kampfdrohnen.

Marktbeobachter von William Blair werten diese Abschlüsse als strategisch wichtig. Das Pentagon wird im kommenden Jahrzehnt voraussichtlich über eine Milliarde US-Dollar in Aufklärungssysteme investieren, was AeroVironment als etablierten Zulieferer in eine vorteilhafte Position bringt.

Bewertung auf historischem Normalmaß

Flankiert wurden die operativen Neuigkeiten von einem Analysten-Upgrade. Raymond James hob die Einstufung am Montag von „Underperform“ auf „Market Perform“ an. Begründet wird dieser Schritt mit der deutlich gesunkenen Bewertung nach dem jüngsten Kursrutsch. Auf Sicht von 30 Tagen verlor der Titel fast 20 Prozent an Wert, was den RSI-Indikator auf ein überverkauftes Niveau von 22,5 drückte.

Durch diese Korrektur fiel das erwartete Gewinnvielfache (EBITDA-Multiple) von 34 auf 28. Das Chance-Risiko-Verhältnis präsentiere sich laut den Experten nun wieder ausgewogener und liege näher am historischen Branchendurchschnitt.

Operative Hürden bleiben bestehen

Trotz der aktuellen Lichtblicke muss das Management noch einige Baustellen abarbeiten. Die Quartalszahlen von Anfang März fielen gemischt aus: Zwar kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 143 Prozent, verfehlte aber ebenso wie der Gewinn je Aktie die hohen Markterwartungen. Analysten verweisen zudem auf Verzögerungen bei der Integration der übernommenen BlueHalo-Sparte. Hier verläuft der Übergang von der Entwicklung in die Serienproduktion langsamer als erhofft. Auch der finanzielle Auftragsbestand stagniert derzeit bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hält AeroVironment an seiner Gewinnprognose von 2,75 bis 3,10 US-Dollar je Aktie fest. Die Mehrheit der Wall-Street-Experten bleibt trotz der operativen Herausforderungen und des intensiveren Wettbewerbs optimistisch gestimmt. Rund 84 Prozent der Analysten empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf und rufen durchschnittliche Kursziele im Bereich von 312 bis 318 US-Dollar aus.

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