Der US-Drohnenhersteller AeroVironment hat im dritten Quartal einen empfindlichen Dämpfer erlitten. Statt der erhofften Rekordzahlen präsentierte das Management verfehlte Erwartungen, eine millionenschwere Abschreibung und eine gekappte Jahresprognose. Doch ist die Wachstumsstory durch den Verlust eines wichtigen Regierungsauftrags wirklich in Gefahr?
Auf den ersten Blick wirkt das Umsatzplus von 143 Prozent auf 408 Millionen US-Dollar im abgelaufenen Quartal beeindruckend. Dieser Sprung ist jedoch primär der kürzlich abgeschlossenen Übernahme von BlueHalo zu verdanken. Die Analystenschätzungen von knapp 484 Millionen US-Dollar verfehlte das Unternehmen deutlich. Schwerer wiegt der Blick auf die Profitabilität: Eine nicht zahlungswirksame Firmenwertabschreibung in Höhe von 151,3 Millionen US-Dollar in der Raumfahrtsparte drückte das operative GAAP-Ergebnis auf einen Verlust von 179 Millionen US-Dollar. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie blieb mit 0,64 US-Dollar unter den Prognosen.
Regierungsauftrag gestrichen
Als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen musste das Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten korrigieren. Der Umsatz wird nun zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden US-Dollar erwartet, während der bereinigte Gewinn auf 2,75 bis 3,10 US-Dollar je Aktie sinken soll.
Verantwortlich für diesen Schritt ist vor allem die US-Regierung. Diese hat das sogenannte SCAR-Abkommen (Satellite Communications Augmentation Resource) vorzeitig beendet. Zusätzlich sorgte der Regierungsstillstand im vergangenen November dafür, dass sich fest eingeplante Aufträge in das vierte Quartal oder gar in das nächste Geschäftsjahr verschieben.
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Volle Auftragsbücher stützen
Trotz dieser kurzfristigen Gegenwinde bleibt die fundamentale Nachfrage nach autonomen Systemen hoch. Der finanzierte Auftragsbestand erreichte Ende Januar einen Rekordwert von 1,1 Milliarden US-Dollar, was die Basis für ein starkes Schlussquartal bilden soll. An der Börse sorgte der Mix aus verfehlten Zielen und gekappter Prognose dennoch für Ernüchterung. Nach dem jüngsten Kursrutsch notiert das Papier aktuell bei 179,25 Euro und hat damit seit Jahresbeginn bereits 18 Prozent an Wert verloren.
Marktbeobachter reagierten prompt auf die am Dienstag vorgelegten Zahlen. Mehrere Analysten passten ihre Modelle an die neuen Gegebenheiten an, hielten aber an ihren grundsätzlichen Kaufempfehlungen fest:
- Royal Bank of Canada: Kursziel von 375,00 auf 325,00 US-Dollar gesenkt (Rating: Outperform)
- Cantor Fitzgerald: Kursziel von 335,00 auf 315,00 US-Dollar gesenkt (Rating: Overweight)
Für AeroVironment liegt der Fokus nun auf der operativen Umsetzung. Das Unternehmen muss in den kommenden Monaten beweisen, dass es die Produktionskapazitäten schnell genug hochfahren kann, um den gewaltigen Auftragsbestand abzuarbeiten und die Markteinführung seiner neuen Antennenprodukte für den kommerziellen Sektor erfolgreich abzuschließen.
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