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AeroVironment Aktie: Starke Rally, gemischte Signale

Trotz eines Umsatzanstiegs von über 150% verfehlt AeroVironment die Gewinnerwartungen. Analysten bleiben bei optimistischen Kurszielen, während Insider geplante Aktienverkäufe tätigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt auf 472,5 Millionen US-Dollar
  • Gewinn pro Aktie deutlich unter Erwartungen
  • Neue Drohnen und strategische Partnerschaften
  • Analysten sehen Kursziel bei etwa 390 US-Dollar

Die Aktie des US-Verteidigungsunternehmens AeroVironment hat in den letzten Monaten eine beeindruckende Rally hingelegt. Getrieben von großen Aufträgen und einem positiven Branchenumfeld steht die Aktie nahe ihrem Allzeithoch. Doch hinter der Kursstärke zeigen sich auch widersprüchliche Signale.

Die Zahlen: Umsatzboom, aber Gewinnenttäuschung

Im jüngsten Quartal präsentierte AeroVironment einen wahren Umsatzboom. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 150 Prozent auf 472,5 Millionen US-Dollar und übertraf damit sogar die Erwartungen der Analysten. Diese starke Entwicklung spiegelt die hohe Nachfrage nach den unbemannten Systemen und Präzisionswaffen des Unternehmens wider.

Allerdings verfehlte der Gewinn pro Aktie (EPS) mit 0,44 US-Dollar deutlich die Konsensschätzung von 0,87 US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 prognostiziert die Unternehmensführung einen Gewinn pro Aktie zwischen 3,40 und 3,55 US-Dollar. Die Diskrepanz zwischen Umsatzwachstum und Profitabilität bleibt ein Punkt, den Investoren im Auge behalten.

Strategische Expansion und Insider-Verkäufe

Das Unternehmen treibt seine Expansion voran. Kürzlich wurde mit der „Mission Specialist Wraith“ eine neue Unterwasserdrohne vorgestellt. Zudem sicherte sich AeroVironment eine strategische Partnerschaft mit Parry Labs für ein wichtiges Drohnenprogramm der US-Armee und mietete eine große neue Produktionsstätte in Utah.

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Gleichzeitig haben zwei Führungskräfte kürzlich Aktien verkauft. Der Verkauf von Finanzchef Kevin Patrick McDonnell und Direktor Stephen Page erfolgte jedoch nach festgelegten Plänen (Rule 10b5-1), die bereits im Sommer bzw. Herbst 2025 eingerichtet wurden. Solche geplanten Transaktionen sind weniger aussagekräftig für die aktuelle Einschätzung der Insider als spontane Verkäufe.

Analysten bleiben optimistisch

Die Analystenstimmung ist überwiegend positiv. Die durchschnittliche Kurszielschätzung liegt bei etwa 390 US-Dollar, wobei die Bandbreite von 285 bis zu 486 US-Dollar reicht. Die Bürgerbank (Citizens) bekräftigte jüngst ein „Market Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 400 US-Dollar und betonte die starke Position des Unternehmens im Wachstumssektor Verteidigungstechnologie.

Die Aktie notiert nach einem Anstieg von über 100 Prozent in den letzten 30 Tagen bei rund 393 US-Dollar. Die nächste Bewährungsprobe stehen die Quartalszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 an, die voraussichtlich im März veröffentlicht werden.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.