Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » AeroVironment Aktie: Sammelklage wegen SCAR-Stopp

AeroVironment Aktie: Sammelklage wegen SCAR-Stopp

Sammelklage gegen AeroVironment eingereicht: Management soll Risiken bei SCAR-Auftrag der Space Force verschwiegen haben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sammelklage wegen angeblicher Täuschung
  • SCAR-Programm der Space Force gestoppt
  • Operativer Verlust von 179 Millionen Dollar
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 34 Prozent

Ein Rüstungskonzern gerät gleich von mehreren Seiten unter Druck. Gegen AeroVironment ist eine Sammelklage eingereicht worden. Der Vorwurf: Das Management soll Anleger über die Lage bei einem Milliardenauftrag getäuscht haben.

Der Streit dreht sich um das SCAR-Programm der US Space Force. AeroVironment sollte dafür BADGER-Systeme liefern. Ein lukrativer Auftrag – bis die US-Regierung im Januar 2026 einen Stopp verhängte.

Zweifelhafte Kommunikation

Die Klage vom 20. Juni 2026 wirft dem Unternehmen vor, die Risiken heruntergespielt zu haben. Konkret soll AeroVironment die drohende Konkurrenz für das SCAR-Programm verschwiegen haben. Auch die Neuausrichtung des Space Control Networks (SCN) durch die Space Force sei nicht offen kommuniziert worden.

Die Folge: Anleger hätten ein verzerrtes Bild von den Geschäftsaussichten bekommen.

Finanzielle Folgen

Der Stopp hinterließ tiefe Spuren in den Büchern. Am 10. März 2026 meldete AeroVironment für das dritte Quartal einen operativen Verlust von 179 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es nur 3,1 Millionen Dollar. Grund war eine Wertberichtigung von rund 151 Millionen Dollar in der Raumfahrtsparte – direkt verknüpft mit dem SCAR-Stopp.

Parallel änderte die Space Force ihren Kurs. Ende März gab sie bekannt, künftig auf mehrere Anbieter zu setzen und kommerzielle Standardlösungen zu nutzen. Das Ende der Exklusivstellung für AeroVironment.

Aktie im freien Fall

Die Nachrichten haben den Kurs massiv belastet. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 34 Prozent. Derzeit notiert sie bei 145 Euro – das 52-Wochen-Hoch von 354 Euro ist außer Reichweite. Immerhin: Vom Tief bei 133 Euro im Mai konnte sich der Kurs leicht erholen.

Die nächsten Wochen werden richtungsweisend. Am 29. Juni 2026 legt AeroVironment die Zahlen für das vierte Quartal vor. Eine Woche später, am 8. Juli, plant das Unternehmen einen Investorentag in New York. Dort dürften die Chefetage erklären müssen, wie es mit dem geschrumpften Raumfahrtgeschäft weitergeht.

Anzeige

AeroVironment-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AeroVironment-Analyse vom 6. August liefert die Antwort:

Die neusten AeroVironment-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AeroVironment-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AeroVironment: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu AeroVironment

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.