Der US-Drohnenhersteller AeroVironment meldet derzeit einen lukrativen Militärauftrag nach dem anderen. Gleichzeitig verzeichnet das Unternehmen ein massives Umsatzwachstum und einen Rekord-Auftragsbestand. Dennoch steht das Papier unter Druck, denn teure Abschreibungen und eine drastisch gesenkte Gewinnprognose werfen Fragen zur Profitabilität der jüngsten Expansionsstrategie auf.
Neue Millionen-Deals mit der US-Armee
AeroVironment sicherte sich in dieser Woche frische Aufträge der US-Armee im Wert von knapp 135 Millionen US-Dollar. Der Löwenanteil von rund 117 Millionen Dollar fließt in die Beschaffung der P550-Aufklärungsdrohnen. Diese Systeme nutzen künstliche Intelligenz zur automatischen Zielerkennung und können flexibel mit verschiedenen Nutzlasten ausgestattet werden. Weitere 17 Millionen Dollar entfallen auf die neuen „Red Dragon“-Angriffsdrohnen. Dank eines verschlankten Beschaffungsprozesses des Militärs gelangen diese Technologien nun innerhalb von Tagen statt Jahren an die Truppe.
Rekordumsatz trifft auf tiefrote Zahlen
Trotz des stetigen Auftragsflusses hat der Titel zuletzt deutlich an Wert verloren. Das Papier notiert aktuell rund 52 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro. Verantwortlich für diese Schwäche sind die Anfang März vorgelegten Quartalszahlen. Während der Umsatz im Jahresvergleich um beachtliche 143 Prozent auf 408 Millionen Dollar nach oben schoss, wies die Bilanz unter dem Strich einen Nettoverlust von 156,6 Millionen Dollar aus.
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Ein massiver Abschreibungsbedarf in Höhe von 151,3 Millionen Dollar belastete das Ergebnis schwer. Auslöser war der Stopp eines Satellitenkommunikationsprojekts der Space Force. In der Folge korrigierte das Management die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026 drastisch nach unten und kalkuliert nun mit einem Nettoverlust von bis zu 218 Millionen Dollar.
Analysten-Upgrade und Ausbau der Kapazitäten
Die aggressive Übernahmestrategie des Konzerns trägt zur komplexen Finanzlage bei. Erst Mitte März kaufte AeroVironment das Luftfahrtunternehmen Empirical Systems Aerospace für 200 Millionen Dollar, nachdem zuvor bereits die 4,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme von BlueHalo über die Bühne ging.
Einige Marktbeobachter werten die fundamentalen Aussichten dennoch positiv. Die Investmentbank Raymond James stufte die Aktie kürzlich auf „Market Perform“ hoch und verwies auf den staatlich finanzierten Rekord-Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Dollar. CEO Wahid Nawabi rechnet auf dieser Basis mit einem umsatzstarken vierten Quartal und plant, die Produktionskapazitäten für das Switchblade-Drohnensystem durch die Eröffnung einer neuen Fabrik zeitnah zu verdreifachen.
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