AeroVironment meldet sich am 10. März 2026 mit seinen Quartalszahlen zurück – zu einem kritischen Zeitpunkt. Einerseits hat der Drohnen- und Verteidigungsspezialist zuletzt Großaufträge der US-Armee im Wert von fast 300 Millionen Dollar eingesammelt. Andererseits belastet Unsicherheit um ein wichtiges Weltraumprogramm die Aktie, die von ihren Höchstständen deutlich zurückgekommen ist. Die Frage: Können starke Zahlen die Bedenken zerstreuen?
Erwartungen für das dritte Quartal
Analysten rechnen für das am 31. Januar beendete Quartal mit einem Umsatz von 473 Millionen Dollar – ein Plus von 182 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie liegt die Konsensschätzung bei 68 Cent, was einer Steigerung von 127 Prozent entsprechen würde.
Hinter dem erwarteten Wachstumsschub stehen zwei Faktoren: die Übernahme von BlueHalo im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sowie die gestiegene weltweite Nachfrage nach Switchblade-Systemen, die durch aktuelle Konflikte befeuert wird. Allerdings hat AeroVironment in drei der letzten vier Quartale die Erwartungen verfehlt, im Schnitt um 22,7 Prozent.
Neue Großaufträge geben Rückenwind
Die US-Armee vergab kürzlich zwei bedeutende Aufträge an AeroVironment. Ein 186-Millionen-Dollar-Vertrag für modernisierte Switchblade-Systeme markiert die erste Beschaffung der überarbeiteten Varianten Block 2 (Switchblade 600) und Block 20 (Switchblade 300). Zudem erhielt das Unternehmen einen dreijährigen Vertrag über 97,4 Millionen Dollar zur Entwicklung von GENESIS, einer Testumgebung der nächsten Generation für fortschrittliche Sensorsysteme.
Parallel investiert AeroVironment mehr als 30 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in Albuquerque, New Mexico. Das Projekt soll über 450 hochbezahlte Arbeitsplätze schaffen und wird durch staatliche Anreize von 6 Millionen Dollar unterstützt.
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SCAR-Programm sorgt für Gegenwind
Trotz positiver Vertragsmeldungen steht die Aktie unter Druck. Der Grund: Das Pentagon hat das SCAR-Programm der US-Raumfahrtstreitkräfte, bei dem AeroVironment über seine BlueHalo-Einheit aktiv ist, für weitere Bieter geöffnet. Die Entscheidung trifft einen wachstumsstarken Geschäftsbereich und ließ den Kurs um über 17 Prozent einbrechen. Das Unternehmen befindet sich nach eigenen Angaben in laufenden Verhandlungen mit der Space Force.
Operativ zeigen sich Schwächen: Die EBIT-Marge liegt bei minus 5,4 Prozent, die Nettomarge bei minus 5,1 Prozent. Der freie Cashflow ist mit minus 59,8 Millionen Dollar negativ. Dem stehen allerdings Barreserven von 359 Millionen Dollar bei einer Bilanzsumme von 5,6 Milliarden Dollar gegenüber.
Ausblick bleibt zweischneidig
Die Quartalszahlen dürften zwar deutliches Wachstum ausweisen, doch der Markt wartet auf Klarheit zur SCAR-Thematik und zur Integration von BlueHalo. CFO Kevin McDonnell, der das Unternehmen zum 31. Juli 2026 verlässt, wird gemeinsam mit CEO Wahid Nawabi am 18. März auf der J.P. Morgan Industrials Conference auftreten – eine Gelegenheit für das Management, die Strategie zu erläutern.
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