AeroVironment sieht sich derzeit mit einer Phase erhöhter Volatilität konfrontiert. Während das Unternehmen zwar neue Aufträge im Bereich der Verteidigungsforschung vermelden konnte, belasten Unsicherheiten über bestehende Großprojekte und die jüngste Bilanz die Stimmung der Anleger. Der Markt reagiert empfindlich auf die Mischung aus operativen Fortschritten und regulatorischen Hürden.
Licht und Schatten bei Regierungsaufträgen
Hinter den jüngsten Kursbewegungen steckt eine ambivalente Nachrichtenlage aus dem Pentagon. Ende Januar sicherte sich die UES-Sparte von AeroVironment einen neuen Forschungsauftrag der US Air Force im Volumen von 75 Millionen US-Dollar. Im Rahmen des sogenannten FRESH-Programms soll das Unternehmen über fünf Jahre hinweg an fortschrittlicher Biotechnologie und intelligenten Materialien forschen.
Dieser Erfolg wird jedoch von einem Rückschlag aus Mitte Januar überschattet. Die US Space Force verhängte einen vorläufigen Arbeitsstopp für ein Projekt rund um das Antennensystem BADGER, das Teil des Satellitenkommunikations-Programms SCAR ist. Wie schwer wiegt diese Unterbrechung im Vergleich zu den neuen Forschungserfolgen? Während der neue Air-Force-Vertrag langfristiges Potenzial in der Materialforschung bietet, sorgt die Ungewissheit über das BADGER-System für kurzfristige Skepsis bei den Investoren.
Rekordumsätze und bilanzielle Belastungen
Die finanzielle Situation des Unternehmens zeigt ein ähnliches Bild gegensätzlicher Signale. In den zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen für das zweite Fiskalquartal 2026 berichtete AeroVironment von einem Rekordumsatz in Höhe von 472,5 Millionen US-Dollar und einem Auftragseingang von 1,4 Milliarden US-Dollar.
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Trotz dieser operativen Bestmarken wies die Bilanz einen Nettoverlust von 17,1 Millionen US-Dollar nach GAAP-Standard aus. Verantwortlich hierfür waren primär Kosten im Zusammenhang mit einer Unternehmensübernahme. Dennoch bleibt die Auftragslage mit einem finanzierten Backlog von rund 1,1 Milliarden US-Dollar (Stand November 2025) auf einem hohen Niveau.
Die Aktie spiegelt die aktuelle Verunsicherung wider und verlor auf Sicht von 30 Tagen rund 18,8 Prozent an Wert. Mit einem Schlusskurs von 257,30 US-Dollar am Mittwoch notiert das Papier mittlerweile etwa 34,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von Mitte Januar.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob AeroVironment die Bedenken hinsichtlich des gestoppten Space-Force-Projekts entkräften kann. Die solide Auftragsbasis bietet zwar eine fundamentale Stütze, doch die hohe Volatilität von annualisiert über 117 Prozent verdeutlicht, dass die Anleger derzeit sehr sensibel auf jede Nachricht aus den Behörden reagieren. Vor allem die Integration der jüngsten Akquisition und deren Einfluss auf die zukünftige Profitabilität stehen nun im Fokus der Marktbeobachter.
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