Die Aktie des Drohnenherstellers AeroVironment durchlebt turbulente Tage. Ein milliardenschwerer Auftrag der Space Force steht auf der Kippe, die Wall Street ist gespalten – und mittendrin ein Kursrutsch von fast 20 Prozent, der ebenso schnell wieder aufgeholt wurde. Was steckt hinter der Volatilität?
Vertrag in Gefahr
Im Zentrum der Bewegung steht das SCAR-Programm (Satellite Communications Augmentation Resource). Der Vertrag über rund 1,4 Milliarden US-Dollar war an BlueHalo gegangen, eine Tochter von AeroVironment. Doch das Pentagon öffnet die Ausschreibung erneut – Teil einer Strategie, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern und möglicherweise Kosten zu senken.
Bereits im Januar hatte die US-Regierung einen Stopp für die Lieferung der Einheiten verhängt. AeroVironment selbst sprach von Neuverhandlungen. Raymond James schätzt, dass der Wegfall des SCAR-Auftrags den gesamten Auftragsbestand des Unternehmens – derzeit bei 2,8 Milliarden Dollar – um bis zu die Hälfte reduzieren könnte.
Analysten uneinig
Die Investmentbank Raymond James reagierte prompt und stufte die Aktie drastisch herab – von „Strong Buy“ direkt auf „Underperform“. Begründung: deutlich reduzierte Sichtbarkeit bei Umsatz und Auftragsbestand. Die Sorge ist real, dass der lukrative Vertrag aufgeteilt oder ganz gestrichen werden könnte.
Nicht alle teilen diese Einschätzung. Analysten von BTIG und Jefferies halten die Marktreaktion für überzogen. BTIG-Analyst Andre Madrid verwies darauf, dass SCAR nur einen kleinen Teil des Jahresumsatzes ausmache. Jefferies bekräftigte am 2. März das „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 390 US-Dollar.
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Kerngeschäft läuft weiter
Jenseits der SCAR-Unsicherheit gibt es konkrete Erfolge. Die US Army bestellte Switchblade-Drohnen im Wert von 186 Millionen Dollar. Zudem investiert AeroVironment über 30 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Produktionsstätten in Albuquerque, New Mexico – unterstützt durch staatliche Anreize von 6 Millionen Dollar. Das Unternehmen erwartet dadurch mehr als 450 hochbezahlte Arbeitsplätze und einen wirtschaftlichen Effekt von über 670 Millionen Dollar innerhalb der nächsten Dekade.
Die Mitarbeiterzahl vor Ort wuchs zwischen 2023 und 2026 um fast 30 Prozent auf über 400 Beschäftigte.
Quartalszahlen am 10. März
AeroVironment legt am 10. März die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal (endend 31. Januar 2026) vor. Nach einem starken zweiten Quartal mit 472,5 Millionen Dollar Umsatz – ein Plus von 151 Prozent – hatte das Unternehmen seine Jahresprognose auf 1,95 bis 2,0 Milliarden Dollar angehoben. Die Zahlen dürften Aufschluss darüber geben, wie stark die SCAR-Situation den Auftragsbestand und die weitere Planung beeinflusst.
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