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Symbolbild, KI-generiert

AeroVironment Aktie: 37 Prozent in sieben Tagen

AeroVironment erholt sich dank Hochstufung, Übernahmen und starkem Auftragsbestand. Der Fokus liegt nun auf Abwehrsystemen und Weltraumtechnik.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um 8,1 Prozent
  • Wedbush stuft auf Strong Buy hoch
  • BlueHalo-Übernahme treibt Rekordumsatz
  • Ausblick auf 2,2 Milliarden Dollar

Der US-Rüstungskonzern AeroVironment erlebt eine beeindruckende Kurserholung. Am Donnerstag legte die Aktie um 8,1 Prozent zu und notierte bei 164,65 Euro. In nur sieben Tagen stieg der Kurs um fast 37 Prozent — ausgehend von einem 52-Wochen-Tief bei 117,45 Euro.

Was steckt hinter dem plötzlichen Stimmungsumschwung? Drei Entwicklungen treiben die Erholung.

Wedbush setzt auf Höchstbewertung

Analysten von Wedbush haben die Aktie auf „Strong Buy“ hochgestuft. Das Signal: Der Markt erkennt zunehmend, dass AeroVironment kein reiner Drohnenhersteller mehr ist. Die einstigen Nischenprodukte — allen voran die Switchblade-Kamikazedrohnen — bleiben das Kerngeschäft.

Doch der eigentliche Wachstumsmotor sitzt woanders. Abwehrsysteme gegen feindliche Drohnen (C-UAS) und weltraumgestützte Technologien gelten inzwischen als die nächsten großen Werttreiber. Marktbeobachter sprechen von einer Phase, in der der „Drohnen-Boom“ nur der erste Akt war.

Integrationserfolg treibt Rekordzahlen

Eine zentrale Rolle spielt die Übernahme von BlueHalo. Im abgeschlossenen Dezemberquartal trug der Zukauf 282,3 Millionen Dollar zum Umsatz bei. Hinzu kommt Empirical Systems Aerospace.

Das Bemerkenswerte: Selbst ohne diese Akquisitionen legte AeroVironment organisch um rund 31 Prozent zu. Der Gesamtumsatz für das im April endende Geschäftsjahr kratzte an der Zwei-Milliarden-Dollar-Marke. Der Konzern hat eine neue Größenordnung erreicht.

Ausblick auf das neue Geschäftsjahr

Rückenwind gibt der wachsende Auftragsbestand. Das Management prognostiziert für 2027 einen Umsatz zwischen 2,125 und 2,225 Milliarden Dollar. Um die Produktion zu stemmen, investiert AeroVironment massiv: Neue Anlagen in Salt Lake City, Huntsville und Albuquerque sollen Switchblade-Systeme und Lasertechnologien in Serie bringen.

Für Juli 2026 ist zudem ein Investorentag geplant. Dort will der Konzern Details zur Langfriststrategie bei autonomen Systemen und gerichteter Energie vorlegen. Beide Technologien gelten in modernen Konfliktszenarien als zunehmend kritisch.

Die Aktie notiert zwar 53 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 354,30 Euro. Der Rücksetzer war brutal. Doch die hohe Volatilität von über 100 Prozent zeigt: Die Richtung kann sich schnell ändern. Der Markt beginnt neu zu bewerten, ob hier mehr steckt als nur ein temporärer Rüstungsboom.

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