Advanced Blockchain schüttelt die belastete Vergangenheit ab. Ein massives Paket an Wertberichtigungen soll die Bilanz grundlegend säubern. Anleger reagieren heute verschreckt und schicken die Aktie um rund zehn Prozent ins Minus.
Der tiefe Fall der Bilanzzahlen
Das Geschäftsjahr 2025 markiert einen harten bilanziellen Einschnitt. Der Konzernumsatz stieg zwar leicht auf 0,31 Millionen Euro. Massive Abschreibungen führten jedoch zu einem EBIT von minus 3,36 Millionen Euro.
Besonders die Tochtergesellschaft Incredulous Labs Ltd. belastete das Ergebnis schwer. Dort stand ein Fehlbetrag von fast 17 Millionen US-Dollar in den Büchern. Das Management will mit diesen Korrekturen Unsicherheiten aus den Vorjahren endgültig beseitigen.
Liquidität und Strategie ABAG 2.0
Die finanzielle Ausstattung zum Jahresende 2025 blieb extrem angespannt. In der Kasse lagen lediglich 110.000 Euro an flüssigen Mitteln. Im Juni 2026 sicherte ein sechsstelliger Kredit der Gesellschafter die weitere operative Basis.
Die neue Strategie „ABAG 2.0“ soll nun den Umschwung bringen. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz und Robotics in Deutschland. Parallel dazu plant der Vorstand, bestehende Beteiligungen wie das Projekt Peaq gezielt zu verwerten.
Analysten halten an Kursziel fest
Trotz der hohen Verluste seit Jahresbeginn sehen Experten langfristiges Potenzial. Die Analysten der GBC AG bestätigten ihre Kaufempfehlung für das Papier. Sie setzen das Kursziel weiterhin auf 2,00 Euro fest.
Dieses Ziel ist allerdings auf Sicht von Ende 2027 ausgelegt. Der Weg dorthin bleibt für Investoren nervenaufreibend. Die aktuelle Volatilität der Aktie liegt bei extrem hohen 95,94 Prozent.
Die kommenden Monate müssen belegen, dass die Phase der Bereinigung tatsächlich abgeschlossen ist. Ein wichtiger Meilenstein dafür ist die Hauptversammlung im August 2026. Anleger warten hier auf konkrete Signale zu neuen Finanzierungsrunden oder Token-Launches im Portfolio.
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