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Advanced Blockchain Aktie: 17,76 Prozent Sprung auf 1,26 Euro

Die GBC AG stuft die Advanced Blockchain-Aktie als spekulativen Kauf ein. Hohe Verluste der Tochter Incredulous Labs belasten die Bilanz des Konzerns.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung mit Risikohinweis
  • Tochterfirma rutscht tief in die Verlustzone
  • Wertberichtigungen auf Token-Rechte als Hauptgrund
  • Hauptversammlung für August 2026 terminiert

Während die Aktie seit Jahresbeginn einen Rückgang von 50,78 % verzeichnete, konnte sie am heutigen Handelstag einen deutlichen Sprung von 17,76 % vollziehen und notiert aktuell bei 1,26 €. Diese Bewegung findet vor dem Hintergrund aktueller Analysteneinschätzungen und detaillierter Einblicke in die finanzielle Verfassung des Konzerns sowie seiner Tochtergesellschaften statt.

Spekulatives Investment im Transformationsprozess

In einer aktuellen Analyse vom 14. Juli 2026 haben die Analysten Cosmin Filker und Matthias Greiffenberger von der GBC AG die Aktie der Advanced Blockchain AG mit „Kaufen“ eingestuft. Trotz dieser positiven Bewertung unterstreichen die Experten den risikobehafteten Charakter des Wertpapiers. Aufgrund des laufenden Transformationsprozesses, in dem sich das Unternehmen befindet, bezeichnen die Analysten das Papier weiterhin ausdrücklich als „spekulatives Investment“.

Diese Einschätzung spiegelt die jüngsten Geschäftszahlen wider, die eine gemischte Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 ziehen. Der geprüfte Jahresabschluss der Muttergesellschaft weist für 2025 einen Umsatzanstieg auf 0,31 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahr noch 0,23 Millionen Euro erzielt worden waren. Gleichzeitig weitete sich jedoch der Jahresfehlbetrag erheblich aus: Er stieg von -1,78 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr -3,48 Millionen Euro an.

Massive Wertberichtigungen bei Incredulous Labs

Besonderes Augenmerk liegt auf der Tochtergesellschaft Incredulous Labs Ltd., deren finanzielle Entwicklung die Konzernbilanz massiv belastet. Medienberichten zufolge verbuchte das Tochterunternehmen für das Geschäftsjahr 2025 einen Jahresfehlbetrag von 16,98 Millionen USD. Im Vorjahr war nach bereinigten Zahlen noch ein Plus von 0,95 Millionen USD erzielt worden. Der tiefe Fall in die Verlustzone resultiert primär aus umfangreichen Wertberichtigungen auf Token-Rechte sowie auf verschiedene Projektinvestitionen.

Immerhin konnte die Tochtergesellschaft in Bezug auf die Transparenz Fortschritte erzielen. Durch eine intensive Aufarbeitung der Abschlüsse für die Jahre 2023 und 2024 wurde eine erneute Versagung des Testats vermieden. Für den aktuellen Abschluss des Jahres 2025 wurde Incredulous Labs Ltd. nun ein eingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Bemühungen um eine geordnete Rechnungslegung erste Erfolge zeigen, wenngleich die inhaltlichen Belastungen durch die Wertberichtigungen schwer wiegen.

Regulatorik und kommende Termine

Die administrative Aufarbeitung der vergangenen Geschäftsjahre verlief für Advanced Blockchain nicht ohne Reibungen mit den Aufsichtsbehörden. So forderte die Deutsche Börse AG im April 2026 eine Vertragsstrafe vom Unternehmen ein. Grund hierfür war die verspätete Einreichung des geprüften Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2024. Auch personelle Veränderungen im Vorstand, die das Unternehmen Mitte April meldete, zeugen von einer Phase des Umbruchs innerhalb der Führungsebene.

Anleger blicken nun auf die kommenden Meilensteine im Finanzkalender des Unternehmens. Die ordentliche Hauptversammlung der Advanced Blockchain AG ist für den 27. August 2026 angesetzt und soll in virtueller Form durchgeführt werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird zudem die Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses 2026 für den 30. Oktober 2026 erwartet. Diese Termine werden voraussichtlich weitere Klarheit darüber bringen, wie weit der von Analysten beschriebene Transformationsprozess vorangeschritten ist und ob die operativen Verluste eingedämmt werden können.

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Diskussion zu Advanced Blockchain

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.