Adobe navigiert durch ein anspruchsvolles Marktumfeld. Während die Quartalszahlen die Erwartungen übertrafen, bleibt die Stimmung unter Analysten gespalten. Am Freitag passte HSBC sein Kursziel an – ein weiteres Zeichen dafür, dass die Wall Street Adobes Position in Zeiten wachsender KI-Konkurrenz neu bewertet.
Analysten uneins über die Bewertung
Die Einschätzungen zu Adobe fallen unterschiedlich aus. Von 26 bewerteten Brokerhäusern vergaben elf ein „Halten“, zehn ein „Kaufen“, eines ein „Starkes Kaufen“ und vier ein „Verkaufen“. Breitere Umfragen unter Analysten tendieren dagegen zu einem „Übergewichten“ oder „Kaufen“ im Konsens.
Diese Uneinigkeit besteht trotz solider Geschäftszahlen. Einige Analysten warnen vor zunehmender Konkurrenz durch neue KI-Tools, die Adobes Kerngeschäft unter Druck setzen könnten.
Starke Zahlen, vorsichtiger Ausblick
Im jüngsten Quartal erzielte Adobe einen Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar – zehn Prozent mehr als im Vorjahr und über den erwarteten 6,11 Milliarden. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie zwischen 23,30 und 23,50 US-Dollar. Im ersten Quartal soll der Wert bei 5,85 bis 5,90 US-Dollar liegen.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
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- Quartalsumsatz: 6,19 Mrd. USD (+10,5% zum Vorjahr)
- Gewinnprognose 2026: 23,30–23,50 USD je Aktie
- Q1-2026-Prognose: 5,85–5,90 USD je Aktie
KI-Strategie und rechtliche Risiken
Strategisch baut Adobe die Zusammenarbeit mit Cognizant aus, um generative KI stärker in Unternehmensabläufe zu integrieren. Ziel ist es, die Monetarisierung der KI-Technologien bei Großkunden voranzutreiben.
Gleichzeitig steht eine Sammelklage im Raum. Adobe soll für das Training einiger KI-Modelle urheberrechtlich geschützte Bücher verwendet haben. Das könnte rechtliche und Reputationsfolgen nach sich ziehen. Die Aktie hat zuletzt nachgegeben – ein Zeichen für die Vorsicht der Investoren.
Die kommenden Monate dürften zeigen, ob Adobes KI-Offensive ausreicht, um den wachsenden Wettbewerbsdruck abzufedern. Die rechtliche Entwicklung bleibt ein Unsicherheitsfaktor.
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