Videoschnitt frisst Zeit – und genau dort setzt Adobe jetzt an. Mit „Quick Cut“ bringt der Konzern eine neue Funktion in seine Firefly-KI, die aus Rohmaterial per Texteingabe automatisch einen ersten Videoschnitt erstellt. Das ist weniger Show-Effekt, dafür umso näher am Alltag professioneller Teams.
Quick Cut: Vom Rohmaterial zum ersten Draft
„Quick Cut“ soll aus ungeschnittenen Clips einen bearbeitbaren Entwurf bauen, gesteuert über einfache Anweisungen in natürlicher Sprache. Wer etwa ein „60‑Sekunden‑Best-of mit Fokus auf Outdoor-Szenen“ will, muss nicht mehr manuell durch stundenlanges Material scrubben: Die KI analysiert die Aufnahmen, sucht passende Stellen und setzt daraus eine erste Version zusammen.
Der Punkt ist dabei nicht, den Editor zu ersetzen. Adobe zielt auf den typischen Engpass in der Praxis: Das Vorsortieren, Markieren und Zusammenstellen kostet oft unverhältnismäßig viel Zeit. Quick Cut soll hier eine solide Startlinie liefern, die Kreative anschließend wie gewohnt verfeinern.
Adobes KI-Strategie: Automatisieren statt generieren
Mit dem Schritt positioniert sich Adobe in einem Markt, in dem KI-Video-Tools schnell dichter werden – unter anderem durch Angebote von OpenAI und Runway. Der Unterschied: Quick Cut ist nicht darauf ausgelegt, Videos „aus dem Nichts“ zu erzeugen, sondern den bestehenden Schnittprozess zu beschleunigen.
Strategisch passt das zur Stoßrichtung: KI soll in Adobes Kreativ-Produkten vor allem Routinearbeit abräumen, damit Profis mehr Zeit für Story, Dramaturgie und die inhaltliche Linie haben. Angesprochen werden ausdrücklich professionelle Anwender – von Video-Teams über Marketing bis hin zu Journalisten und Podcastern. Kann sich Adobe damit im KI-Wettlauf über den konkreten Workflow-Nutzen absetzen? Zumindest greift das Unternehmen ein sehr handfestes Problem an.
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Marktumfeld: Warum solche Features gerade wichtig sind
Die neue Funktion kommt in einer Phase, in der Investoren genau hinschauen, wie etablierte Softwarehäuser mit dem Umbruch durch generative KI umgehen. Adobes Antwort ist klar: das Portfolio mit KI-gestützten Funktionen ausbauen und so die eigene Stellung im Kreativmarkt absichern.
An der Börse zeigt sich der Druck der letzten Monate dennoch: Der Schlusskurs lag gestern bei 219,50 Euro – und damit deutlich unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 295,76 Euro, was den schwächeren mittelfristigen Trend unterstreicht.
Quick Cut ist seit dieser Woche als Beta in Adobe Firefly verfügbar. Der nächste Gradmesser dürfte sein, wie schnell die Funktion in reale Produktionsabläufe Einzug hält – und ob Adobe daraus ein überzeugendes KI-Upgrade für professionelle Video-Workflows macht, statt nur ein weiteres Feature auf der Liste.
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